Nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen im vergangenen Jahr erlebten zahlreiche Besucher gestern einen schönen und erlebnisreichen Tag im neuen Strandbad " Seepark Barby ". Ein besseres Wetter hätten sich die Organisatoren zum Saisonauftakt nicht wünschen können.

Barby. " Wenn dass hier nur immer so voll würde ", sinnierte Bürgermeister Jens Strube mit dem Hintergedanken an die Betriebskosten. Viele hundert Besucher waren gekommen, um den Saisonauftakt zu feiern. Weiße Tretbootschwäne glitten majestätisch über das Wasser, die ersten wackeren Badegäste planschten im 14 Grad kalten Nass, Bratwurstduft lag über der Szenerie. Alles war vergessen. Die mehrfachen Terminverschiebungen, der Ärger mit Firmen, immer wiederkehrender Zoff im Stadtrat oder Projektierungsprobleme schienen im klaren Wasser des Kiessees zu ertrinken.

Knapp eine Million Euro wurde in das Tourismusprojekt investiert, wovon " nur " 460 000 Euro aus Fördertöpfen kamen. Bürgermeister Strube erinnerte daran, dass es Ende der 90er Jahre Begehrlichkeiten eines Privatinvestors gab, der das Terrain vom Besitzer Zuschlagstoffe Haldensleben abkaufen wollte. " Wenn das geschehen wäre, würden wir hier nicht stehen ", so Strube überzeugt. Ein Barbyer Agrar-Betrieb kaufte einen Teil des Sees, so dass er nun als Strandbad genutzt werden kann.