Während in anderen Orten am gestrigen Tag der Arbeit demonstriert wurde, feierte ganz Staßfurt das 13. Altstadtfest. Es zog nach einjähriger Pause wieder hunderte Besucher aus nah und fern in seinen Bann. Dieses Mal stand es ganz im Zeichen der Kommunalwahlen.

Staßfurt. Dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Alt-Staßfurt, Hartmut Wiest, kam die Ehre zu, das Fest auf dem Prinzenberg zu eröffnen. Kurz danach waren mehrmals Salutschüsse des örtlichen Schützenvereins zu vernehmen.

Bevor der in diesem Jahr von einem Traditionsfahrzeug der Aderstedter Feuerwehr angeführte Umzug über den Prinzenberg, den Hohlweg und die Wasserstraße starten konnte, begrüßte das Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft, Karin Brandt, die zahlreichen Gäste.

" Wir freuen uns, dass so viele Stände aufgebaut wurden ", sagte sie. Dieses Mal seien auch Händler und Akteure aus Bernburg und Umgebung gekommen. Ihre Anwesenheit sollte demonstrieren : " Wir gehören zum Salzlandkreis. "

Die Bandbreite der angebotenen Waren reichte von der DDR-Fahne, die ein Trödelhändler anbot, über Weine, leckere Speisen bis hin zum nagelneuen Pkw BMW, den ein Autohaus präsentierte. Nicht weit entfernt machten die Oldtimerfreunde mit einem blitzenden Opel aus dem Jahr 1934 auf ihr schönes Hobby aufmerksam.

Aber auch die Bundeswehr war in Staßfurt präsent und das gleich mit zwei Ständen.

Die Freiwillige Feuerwehr Staßfurt stellte einen Teil ihrer Lösch- und Hilfstechnik zur Schau, wie zum Beispiel die rund 30 Meter hohe Drehleiter. Wer Lust hatte, konnte sich in einem kleinen Kino über die greplante Feier zum 140-jährigen Bestehen der Wehr im September informieren.

Darüber hinaus gab es Unterhaltungsprogramme sowie Livemusik für Alt und Jung.

Die drei großen Volksparteien CDU, Linke und SPD nutzten die Möglichkeit, so kurz vor der Stadtratswahl mit den potenziellen Wählern auf Tuchfühlung zu kommen und ihnen ihre Wahlprogramme vorzustellen. Die Union ließ sich dabei etwas ganz besonderes einfallen. Ihre Mitglieder überraschten und beschenkten die Gäste mit duftenden Rosen.

Oberbürgermeister René Zok lobte das Engagement der Organisatoren sowie der rund 40 Unternehmen und der Akteure, die zum Gelingen des Altstadtfestes beigetragen haben. Er äußerte den Wunsch, dass bald eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage eintritt.

Für das nächste Jahr kündigte Karin Brandt an, noch mehr Schausteller von außerhalb zu werben. Zudem soll den neuen Staßfurter Ortsteilen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten und Vereine vorzustellen.