Staßfurt / Schönebeck ( dw ). Die Arbeitslosigkeit im Salzlandkreis ist im Mai leicht zurückgegangen. Waren im Vormonat noch 15 465 Menschen ohne Beschäftigung, sind es jetzt 14 817. Das entspricht einer Quote von 14, 1 Prozent.

" Der Abbau der Arbeitslosigkeit hat sich für den Monat Mai erwartungsgemäß gezeigt ", sagt Gerlinde Schlauch, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Dessau-Roßlau, zu deren Wirkungsbereich auch Teile des Salzlandkreises gehören. Traditionell seien die Maimonate in den Jahresverläufen stark, auch 2009 trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise. Saisonal würden viele Menschen Arbeit f nden. Besonders positiv wertet Schlauch die Tatsache, dass deutlich mehr Menschen eine neue Tätigkeit gefunden haben, als von Unternehmen entlassen wurden. " Die Nachfrage kommt hauptsächlich aus klein- und mittelständischen Unternehmen, deren Bedarf an gut qualif zierten Fachkräften immer noch besteht ", schätzt die Chef n der Arbeitsverwaltung für ihren Geschäftsbereich ein. Deutliche Impulse setzten in der Region das Dienstleistungs- und Gaststättengewerbe, das Gesundheitswesen und der Handel. Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Unternehmen sei entgegen dem Bundestrend um mehr als ein Fünftel höher als noch im Mai 2008.

Auch die Dienstleistungen der Arbeitsagentur werden von Unternehmen stärker herangezogen, besonders wenn es um die effziente Vermittlung und die Qualifzierung von Arbeitssuchenden geht. Hier schalten die Unternehmen deutlich häufger die Agenturen ein, um passende Mitarbeiter zu f nden. Qualifzierung und Weiterbildung bleiben wichtige Instrumente zur Begrenzung der Arbeitslosigkeit.

Ein positive Entwicklung zeigt die Frauenarbeitslosigkeit. Hier, so Schlauch, seien aber Unternehmen noch stärker gefordert, Frauen als Mitarbeiterinnen zu erkennen und Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Karriere und Einkommensbegrenzungen müssen Unternehmen stärker annehmen.

Kurzarbeit soll

Arbeitsplätze sichern

In den Zeiten der Wirtschaftskrise bleibt Kurzarbeit wichtiges Instrument beim Thema Fachkräftesicherung. So gelinge es, Beschäftigung abzusichern, wenngleich man abwarten müsse, wie die Unternehmen langfristig auf die Auftragsflauten reagieren würden. Schlauch verweist in diesem Zusammenhang auf die Entscheidung der Bundesregierung, ab dem 1. Januar 2010 Kurarbeitergeld für zwei Jahre zu gewähren. " Den Unternehmen soll damit mehr Planungssicherheit geboten und ein Anreiz geschaffen werden, auch bei Andauern der Wirtschaftskrise Mitarbeiter nicht zu entlassen. Auch die Arbeitsagenturen wollen dazu ihren Beitrag leisten ", so die Agenturchef n. " Wir werden aktiv zu diesem Angebot beraten und auf die Unternehmen zugehen. "