Aschersleben ( mz ). Aufatmen bei den Kraftfahrern. Aschersleben hat eine Baustelle weniger, aus Richtung Norden kann der Verkehr wieder rollen. Keine Umleitung mehr über das Wohngebiet im Norden der Stadt, keine langen Wartezeiten an den Baustellenampeln und kein Baulärm mehr.

Auf dem neuen Kreisverkehr in der Staßfurter Höhe, dem inzwischen dritten in der Stadt, rollt seit Sonntag der Verkehr.

Schon vor Jahren hatten die Ascherslebener Einwohner und die Stadtväter genau an dieser Stelle nach dem Kreisel in der Heinrichstraße und am Friedhof auch einen Kreisverkehr gefordert.

Einige Jahre mussten aber ins Land gehen, ehe dieser Wunsch nun Wirklichkeit werden konnte. Die ehemalige Bundesstraße 185 in Aschersleben war nach dem Neubau der neuen Bundesstraße 6 nur noch eine Kreisstraße. Ehe sie am 1. Januar 2008 herabgestuft worden war, hatte die Stadt einen Straßenausbau und den Bau eines Kreisverkehrs gefordert.

Am 22. September des vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten, nachdem der Bund eine f nanzielle Beteiligung am Ausbau zugesichert hatte. 640 000 Euro hat der neue Kreisel gekostet.

Über Fördermittel beteiligte sich der Salzlandkreis mit 480 000 Euro an dem gemeinsamen Vorhaben. 160 000 Euro Baukosten trägt die Stadt Aschersleben.

Die Arbeiten am dritten Kreisel in Aschersleben waren nicht ganz einfach. Der lange Winter hatte die Bauarbeiter immer wieder zur Unterbrechung der Arbeit gezwungen. Außerdem waren für den Bau der zum Kreisverkehr gehörenden Nebenanlagen nicht nur eine Anpassung an die vorhandenen Straßenkörper, sondern auch Änderungen der Versorgungsleitungen und auch neue Leitungen nötig.

Dabei erwiesen sich die unterirdischen Arbeiten als sehr vielfältig und teils - technologisch bedingt - sehr langwierig. Nachdem die neuen Leitungen im Boden lagen, mussten Proben erfolgen, ehe dann die alten Anschlüsse getrennt werden konnten.

Erst dann konnten die neuen Leitungen angeschlossen werden. Und danach mussten die alten Leitungen entfernt werden, um Baufreiheit für die neue Straßenführung zu gewährleisten.

Der Kreisverkehr ist so ausgeführt wie der in der Bahnhof- / Heinrichstraße und der in der Magdeburger Straße. Er hat einen Durchmesser von 35 Metern sowie einen Fußweg und einen Radweg und weist damit den größten zulässigen Durchmesser auf.

Den Fußgängern erleichtern Querungshilfen durch fahrbahntrennende Verkehrsinseln das Passieren der Straßen.

Die Nebenanlagen sollen in der Verantwortung der Ascherslebener Stadtverwaltung nach Auskunft der Landkreisverwaltung bis zum 28. Mai fertig sein.

Bis zur Landesgartenschau 2010 soll dann das Innere des Kreisrings ansprechend und sehr grün gestaltet werden. Entsprechende Gestaltungsvorschläge werden erarbeitet.