Staßfurt ( rk ). Die Vereinbarung, die Landrat Ulrich Gerstner ( SPD ) mit seinem Amtskollegen aus dem Bördekreis, Thomas Webel ( CDU ), zur Aufnahme von Schülern aus Kroppenstedt am Gymnasium Egeln abgeschlossen hat, sorgte in der jüngsten Sitzung des Schul- und Kulturausschusses des Kreistages für Diskussionen.

Ausschusschef Andreas Michelmann ( FDP / Wählergemeinschaft ) wunderte sich, warum dieses Dokument den Abgeordneten zur Beschlussfassung vorgelegt wird, denn mit der Unterschrift beider Kreischefs sei es ja schon rechtskräftig geworden, meinte er.

Die Vereinbarung mit dem Nachbarkreis ist notwendig, um das Gymnasium Egeln stabilisieren zu können, weil es nicht die geforderten Schülerzahlen vorweisen kann. Dass man in diesem Fall auf die Erhebung von Gastschulbeiträgen verzichten will, sorgte bei Dr. Clemens Seeber ( CDU ) für Verwunderung. Das Schulgesetz lasse das zu, sagte Landkreis-Dezernentin Petra Czuratis. Außerdem könne man die Kroppenstedter für ihr Entgegenkommen nicht noch zur Kasse bitten.

" Wir sollten alles unternehmen, damit das Gymnasium für das Territorium erhalten bleibt ", betonte Klaus Magenheimer ( Die Linke ). Dagegen erneuerte die stellvertretende Ausschusschefin Dorothee Müksch ( CDU ) ihre Kritik : " Ich bin nicht der Meinung, eine Schule zu erhalten, die nicht bestandsfähig ist. Wir können uns das weder finanziell, noch pädagogisch leisten. Nach drei Jahren ist sowieso Sense. "

Man sollte lieber die Schulen halten, die man auch wirklich halten kann, stimmte ihr Michelmann zu.

Am Ende beschlossen die Ausschussmitglieder die Vorlage mit großer Mehrheit, lediglich zwei enthielten sich der Stimme. Das letzte Wort hat heute der Kreistag.