Löderburg. Im Dezember 2006 entstand die Idee in der Löderburger Kindertagestätte " Zwergenland ", die sich in Trägerschaft der Kommune befndet, sich am Projekt " Spielzeugfreie Kita " zu beteiligen. Für einen Zeitraum von acht Wochen im Jahr sollte das gesamte Spielzeug aller Gruppen in den Urlaub geschickt, das heißt in die Kellerräume verbannt werden.

Auf einem Elternabend mit allen Erziehungsberechtigten, dem Personal und dem Träger der Einrichtung sowie den Sponsoren wurde das Konzept vorgestellt. Neben Skepsis und geäußerten Ängsten überwog aber dabei die Zustimmung.

Jetzt war die gleiche Runde wieder eingeladen, um die gesammelten Erfahrungen, Ergebnisse und Meinungen auszuwerten. Beate Koch als Leiterin der Kita und Daniela Asmussen, Vorsitzende des Elternkuratoriums, begrüßten die zahlreichen Teilnehmer. " Wie Sie im folgenden Lehrflm sehen können, haben wir den Kindern in der spielzeugfreien Zeit kein Spielzeug ‚ weggenommen’, sondern sie zu eigenen Ideen und Kreativität angeregt ", schätzte die Leiterin zusammenfassend ein. Die Kuratoriumsvorsitzende, die für den Lehrf lm verantwortlich zeichnete, ergänzte : " Langeweile gab es dabei bei den Kindern nicht ". Das war dann im Film auch eindeutig zu erkennen. Im Objekt wechselten sich Bauen mit verschiedenen Materialien, Basteln – oft mit Naturmaterialien – Malen, Schminken, Sing-, Luftballon- und Tanzspiele ab, während bei entsprechender Witterung Bewegung in der frischen Luft Vorrang hatte. Weiterhin wurde der Staßfurter Tiergarten und ein Bauernhof in Athensleben besucht.

Auch die danach durchgeführte Meinungsumfrage unter den Kindern und Eltern ergab die eindeutige Zustimmung zum Projekt. " Das machen wir wieder ", so die Knirpse.

Hans-Georg Köpper als Stellvertreter des dienstlich verhinderten Oberbürgermeisters René Zok brachte es in seiner kurzen Laudatio an die Erzieherinnen treffend zum Ausdruck : " Mit Mut, Ausdauer und viel Einsatz haben Sie eine großartige Leistung vollbracht. "