" Hier kannst du was erleben " war das Motto einer Aktionswoche in der Staßfurter Bibliothek. Am Sonnabend ging sie zu Ende. Mit ihr würdigte die Kultureinrichtung sechs Tage lang den Welttag des Buches.

Staßfurt ( dw ). " Eigentlich ist bei uns jeden Tag Weltbuchtag ", sagt Bibliotheksleiterin Barbara Hirt. Denn das geschriebene Wort macht die Arbeit einer Bücherei aus. Dennoch war für die Mitarbeiter um die Bibliotheksleiterin klar, dass der Internationale Buchttag besonders gewürdigt werden muss.

Und, so Barbara Hirt, man habe mit einer ganzen Aktionswoche voller Programm etwas Außergewöhnliches probiert. Das Wagnis ist aufgegangen, die Initiatoren im Jugend- und Bürgerhaus Nord sind vollends zufrieden mit den vergangenen Tagen. " So festlich und umfangreich haben wir den Welttag des Buches noch nicht begangen – eine rundum gelungene Sache. "

15 Neuanmeldungen in einer Woche

Bewusst war dabei das Thema der Woche mit " Hier kannst du was erleben " offen gehalten. Es ging nicht nur um das Buch an sich, sondern die thematischen Angebote reichten vom Lesen über das Zuhören, das Rätseln und Spielen bis hin zur Systematik einer Bibliothek. So gab es ein Quiz, andem sich 150 Schülerinnen und Schüler beteiligten. Die Bibliotheksmitarbeiter freuen sich über 15 Neuanmeldungen allein in der letzten Woche. Der Funke – und das hat Barbara Hirt immer wieder gespürt – sei auf die Kinder übergesprungen.

" Ob bei den Gesprächen mit Konsul James Seward oder den Lesestunden mit Prominenten – alle Veranstaltungen haben den Blick der Kinder und Jugendlchichen etwas geöffnet und den Blick über den Tellerrand gewagt. " Von der Runde ( wir berichteten ) mit dem US-Konsul hätten die Sekundarschüler aus Staßfurt fächerübergreifend prof tiert – Themen aus den Bereichen Geografe, Ethik oder Sozialkunde seien interdisziplinär aufgegriffen worden.

Lesenfreude wird geweckt und gefördert

Etwas von dem, was Barbara Hirt berichtet, erlebten die Kinder der Klasse 1 c aus der Grundschule Nord. Sie beginnen gerade zu lesen, im Unterricht und einmal in der Woche in einem Lesezirkel mit Lehrerin Regina Franke. Interessen Lesekompetenzen sollen dabei geweckt und gefördert werden, beschreibt die Pädagogin das Ziel des außerschulischen Angebotes. Zunächst geht es nur um Märchen, aber schon bald sollen die Kleinen selbst Kindergeschichten lesen und im zweiten Schuljahr sogar kleine Elfchen verfassen.

In der Bibliothek konnten sie einen Vormittag lang stöbern und lasen mit Volksstimme-Redakteur Daniel Wrüske gemeinsam ein Märchen der Gebrüder Grimm. Von diesem Geschwisterpaar hatten die Kinder schon viel gehört und konnten, selbst kleine Märchenexperten, die ein oder andere Geschichte zum besten geben.