Ilberstedt. Ilberstedts Ex-Bürgermeister, Roland Halang ( CDU ), darf nicht zur Wahl des neuen Gemeinderates antreten. Der Wahlausschuss der Gemeinde unter Vorsitz von Halangs Nachfolger Lothar Jänsch ( parteilos ) entschied einstimmig, seinen Namen vom Wahlvorschlag der CDU zu streichen. Zur Begründung hieß es, es gebe Zweifel an der Wählbarkeitsbescheinigung von Halang, weil dieser nicht wie von ihm angegeben in Ilberstedt, sondern in Bernburg wohne.

" Was da jetzt gelaufen ist, macht man unter Demokraten nicht ", kommentierte Halang die Entscheidung des Ausschusses. Er vermutet, dass damit seine Wahlchancen von vornherein geschmälert werden sollen. " Ich glaube, dass es nicht der Bürgermeister allein war, sondern die Kräfte, die schon damals dafür gesorgt haben, dass ich nicht mehr als Bürgermeister gewählt werde und die das Parteiausschlussverfahren gegen mich angestrengt haben ", sagte Halang der Volksstimme.

Er will sich das nicht bieten lassen und hat inzwischen bereits Widerspruch gegen die verweigerte Kandidatur eingelegt. " Ich habe meinen Lebensmittelpunkt nie in Bernburg, sondern immer in Ilberstedt gehabt ", betonte der Kommunalpolitiker. So sei er zum Beispiel Chef des Ilberstedter CDU-Ortsverbandes und des Heimatvereins.

Halang räumte allerdings ein, dass das Haus in Ilberstedt, in das neben seiner Frau auch die Kinder eingezogen seien, nun zu klein geworden sei. Aus diesem Grund baue man dort den Keller aus. " In dieser Zeit nutzen wir vorrübergehend meinen Nebenwohnsitz in Bernburg ", sagte der CDU-Politiker.

Saale-Wipper-Verwaltungsleiter Steffen Globig sicherte eine schnelle Prüfung zu.