Staßfurt. Die Anstrengungen, die die Stadt Staßfurt in den Jahren nach der Wende zur Bewältigung der Bergbaufolgeschäden unternommen hat, hat der US-Konsul James W. Seward gestern bei seinem Besuch in der alten Salzstadt gewürdigt. Es sei sehr schön zu sehen, wie sich die Kommune mit der Landschaft versöhnt habe und dass man sich in Staßfurt so viel Mühe mit diesem Prozess gebe, lobte der Diplomat beim Empfang durch Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ) im Rathaus die mit Hilfe der Internationalen Bauausstellung ( IBA 2010 ) möglich gewordene Umgestaltung. Dass Staßfurt damals an einigen Stellen bis zu sieben Meter abgesackt sei, bezeichnete Seward als " unglaublich ".

Für die Amerikaner, die nach Ostdeutschland kämen, sei kaum vorstellbar, dass es sich in dieser Region um eine hochindustriealisierte Zone gehandelt habe. " Es sieht alles so behaglich und bequem aus ", sagte James W. Seward.

Die Sanierung der Stadt sei durch die staatlichen Förderprogramme möglich geworden. " Unzufrieden sind wir aber damit, dass der selbsttragende wirtschaftliche Aufschwung ausbleibt ", sagte der Vorsitzende des Kultur- und Bildungsausschusses des Stadtrates Gerhard Wiest ( Die Linke ).

Unsere Firmen haben die Wirtschaftskrise bisher ganz gut gemeistert, informierte der OB. Insolvenzen seien ihm bislang nicht bekannt.

Der Konsul, der die Presseund Kulturabteilung des Leipziger Konsulates leitet, würde es begrüßen, wenn es zu Partnerschaftsbeziehungen zwischen den Staßfurtern und einer Stadt in den USA kommen würde. Zok sicherte ihm eine Prüfung zu. Bevor er Seward bat, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen, lud der Oberbürgermeister den Konsul zum 30. Salzlandfest im kommenden Jahr ein.