Für den SV Wolmirsleben wird es nach der 1 : 2 ( 1 : 1 ) -Niederlage am Sonnabend auf heimischem Platz gegen den TSV Völpke II immer enger : Die Landesklasse-Kicker ( Staffel IV ) von Trainer Frank Stock haben bereits neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Sechs Partien sind noch zu absolvieren. Stock selbst war sich schon im Vorfeld der Partie im Klaren : " Wenn wir heute nicht gewinnen, ist es wohl passiert. " Und dann traf Denis Seidel, Völpkes spielender Trainer, nach nur drei Minuten zur Gästeführung.

Wolmirsleben ( dhü / fhn ). Auch die Mehrzahl der Wolmirsleber Anhänger hielten diese Begegnung als Schlüsselspiel für den Verbleib in der Landesklasse. Die Ausgangsposition der Gäste war allerdings nicht viel komfortabler, sie hatten zwar das Hinspiel ganz sicher ( 5 : 0 ) gewonnen, aber bei einer Niederlage drohte auch Völpke der Abrutsch auf den ersten Abstiegsrang. Somit hing alles von der Tagesform jeder Mannschaft ab. Am Ende konnte sich TSV- Reserve über einen recht glücklichen Auswärtssieg freuen und den jüngsten Aufwärtstrend der Gastgeber stoppen.

Es lief eigentlich von Beginn an gegen den SVW. Nicht nur aufgrund des 0 : 1 in der Anfangsphase. Florian Sauer setzte das erste Achtungszeichen mit einem Freistoß, der Völpkes Keeper forderte. Aber damit startete Wolmirsleben bereits in eine Druckphase, die einige Chancen zu bieten hatte. Zuweilen agierten die Gastgeber gegen eine stabile Deckung zu kompliziert, es fehlte die Präzision im Passspiel. Und doch kamen sie zu Möglichkeiten, die man im Abstiegskampf nicht vergeben darf. Völpkes Schlussmann und das Pech verhinderten den frühzeitigen Ausgleich. Und auf der Gegenseite musste Schlussmann Mirko Schramm bei den Angriffen über die Flügel immer auf der Hut sein.

Das Glück, so schien es, kehrte in der 54. Minute zurück : Patrick Höppner war auf Halblinks angespielt worden, sein Schuss aus 18 Metern schlug zum 1 : 1 ein. Sauer ( 57. ) Matthias Minkus ( 70. ) und Christoph Karasch ( 82. ) hätten die Führung erzielen können, doch alle fanden im Gästekeeper ihren Meister. Dagegen setzte die TSV-Reserve in der 84. Minute knallhart einen Konter, der den SVW ins Leid stürzte – 1 : 2.

Von einer Katastrophe will in Wolmirsleben keiner etwas wissen, so lange rein rechnerisch noch alles möglich ist. " Wir werden bis zum Saisonende alles geben ", sagte Frank Stock nach dem Spiel. Für die große Runde, die der Vereinsvorsitzende Helmut Schöler und seine Frau Barbara zur Goldenen Hochzeit am Sonnabend auf dem Buhtz’schen Saal eingeladen hatte, hätte es eine bessere Meldung als diese Niederlage geben können. Am Ende sah man zwar einige enttäuschte Männergesichter, doch insgesamt litt die Stimmung unter den Gästen nicht.

SV Wolmirsleben : Schramm – Niehoff, Kutz, Böhme, Maier, Constabel, Minkus ( 75. Karasch ), Sauer ( 82. Zeidler ), Braun ( 65. Selig ), Höppner