Staßfurt ( hcz ). Jeden morgen gegen 10 Uhr marschiert Rudi Neumann von seiner Wohnung in Staßfurt-Nord durch die Stadt bis zum Museum. Auf der Strecke kommt er mit Leuten ins Gespräch und natürlich hat er immer seinen Fotoapparat dabei. Alles, was sich in der Stadt verändert, wird aufgenommen. Im Museum hilft er aus, leitet Führungen und gestaltet Ausstellungen. Manchmal, wenn Museumsleiter Michael Scholl einmal längere Zeit außer Haus weilt, ist Rudi der " Chef " und vertritt Scholl so gut wie möglich.

Dass dieser Mann heute 88 Jahre geworden ist, glaubt kaum jemand. Rudi Neumann hat kein " Sitzefeisch ". Er ist immer auf den Beinen und entwickelt Ideen und Visionen. Was andere im Computer gespeichert haben, bei Neumann gib es dieses moderne Zeug nicht, hat der Senior alles im Kopf. Und das bei einer umfangreichen Sammlung, die er in seiner Wohnung deponiert hat. Mehrere Schränke sind mit Ordnern gefüllt, alles mit System. Denn stellt man Rudi eine Frage zur Stadtgeschichte, es dauert nur wenige Minuten, bis der Ordner gezogen und die Stelle zur Beantwortung gefunden ist. Neumann ist ein unverzichtbarer Partner in Sachen Stadtgeschichte. An seinem Geburtstag erreichen ihn herzliche Grüße von Freunden, verbunden mit dem Wunsch, den Staßfurtern noch lange gesund erhalten zu bleiben. Die Redaktion der Staßfurter Volksstimme schließt sich den Glückwünschen gern an.