Der Schul- und Kulturausschuss des Kreistages hat sich Dienstagabend in einer Sondersitzung in Aschersleben mit den Projektvorschlägen zur Umsetzung des Konjunkturpaketes II im Bildungsbereich befasst und diese dem Kreisparlament zur Beschlussfassung empfohlen.

Aschersleben. Für die Aufnahme in die erste Förderperiode 2009 hat die Landkreisverwaltung acht Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 3, 88 Millionen Euro vorgeschlagen. Davon sollen in diesem Jahr noch 2, 47 Millionen Euro eingesetzt werden.

Dabei handelt es sich um das geplante Schulzentrum Ascaneum Aschersleben ( 1, 16 Millionen Euro ), an dem Schüler der Lernbehinderten Schule und Sekundarschüler der Stadt gemeinsam lernen sollen, den Standort Tolstoiallee des geplanten Schulkomplexes Campus Technicus in Bernburg ( 570 000 Euro ), das Schulzentrum Staßfurt-Nord ( Zusammenführung von Grund- und Sekundarschule ) mit einem Investaufwand von 465 000 Euro und das Schulzentrum Calbe mit 435 000 Euro. Letzteres soll die Lernbedingungen der Förder- und der Sekundarschüler weiter verbessern.

Darüber hinaus sollen das Haus 2 des Gymnasiums Egeln für 350 000 Euro, die Sekundarschule " Maxim-Gorki " Schönebeck für 250 000 Euro, die Sekundarschule Am Tierpark Staßfurt für 450 000 Euro und die Sekundarschule Burgschule Aschersleben für 200 000 Euro auf Vordermann gebracht werden.

" Wir haben Maßnahmen vorgeschlagen, für die wir den entsprechenden Bedarf sehen ", sagte Landkreis-Dezernentin Petra Czuratis. Die Arbeiten sollen bereits in den Sommerferien vom 25. Juni bis zum 5. August in Angriff genommen werden, um die Belastungen für die Lehrer und Schüler so gering wie möglich zu halten, so die Ressortchefin. Unsicherheit herrschte im Ausschuss über die unterschiedlichen Fördertöpfe und die Zuwendungsvoraussetzungen.

Ausschuss-Chef Andreas Michelmann ( FDP / Wählergemeinschaft ) brachte es auf den Punkt : " Das Kultusministerium will das ganze Geld haben, ist aber nicht in der Lage, die Projekte ordentlich zu bescheiden. Das ist ein Stück unverantwortlich. " Michelmann sieht in dem Paket eine Chance für die Schulen, die man mit anderen Maßnahmen nicht so schnell bekommen würde.

Die stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende Dorothee Müksch ( CDU ) sagte : " Ich bin ein bisschen skeptisch, ob das Gymnasium Egeln Bestand hat. Ich glaube das nicht. Deshalb halte ich es nicht für sinnvoll, da so viel Geld reinzustecken. "

In der darauf folgenden halbstündigen Diskussion hinter verschlossenen Türen wurde festgelegt, dass die Verwaltung mehrere Varianten für den möglichen Weiterbestand erarbeitet, sagte Landkreis-Sprecherin Ursula Rothe gestern der Volksstimme.