Wieder können Anwohner einer Kreisstraße in Rathmannsdorf ruhiger leben. Wie auf leisen Sohlen wird der Verkehr jetzt durch die asphaltierte Schulstraße rollen, die gestern freigegeben wurde. Von Falk Rockmann

Rathmannsdorf. Das Ziel war erreicht. Nun fehlte nur noch der symbolische Scherenschnitt, nachdem die Unseburger Bauleute nach einem langen Winter ihre Arbeit vollenden konnten. Erwartungsvoll warteten gestern Vormittag auch die Knirpse der Kindertagesstätte Rappelkiste darauf.

Bis sie schließlich das zerstückelte schwarz-rot-goldene Zielband als Erinnerung in den Händen halten konnten, waren noch einige Dankesworte vom stellvertretenden Landrat Ulrich Reder zu hören – an die beteiligten Firmen, Mitarbeiter der Bauverwaltungen, das Land, aber auch an die Anwohner, dass sie Verständnis für die Begleiterscheinungen während des Ausbaus hatten.

Oberbürgermeister René Zok ergänzte noch ein Dankeschön an den Landkreis, weil der sich für das Projekt entschieden hatte. Zugleich sprach er aber von der Hoffnung, weitere Straßenbaumaßnahmen auch in Staßfurt in Angriff nehmen zu können. " Wir haben noch viel zu tun ", meinte Zok und erklärte, dass die Stadt mit ihrem ausgeglichenen Haushalt die Eigenanteile aufbringen könne.

Die 300 000 Euro für die etwa 350 Meter lange Schulstraße in Rathmannsdorf trugen der Salzlandkreis und die Stadt gemeinsam. Die Anlieger werden am Aufwand für die Nebenanlagen beteiligt.

An der Verkehrsführung werde sich unterdessen nichts ändern, informierte Peter Zimmermann als Leiter des Kreisstraßenbauamtes. Ulrich Reder ließ aber offen, dass man das ändern könne. Die künftigen Verkehrsströme nach dem Bau der B 6 n und der Ortsumgehung sollten dafür ausschlaggebend sein.

An ein Parkverbot in der Schulstraße wird derweil nicht gedacht und auch eventuellen Wünschen nach einer 30-km / h-Begrenzung erteilte Straßenbauamtsleiter Zimmermann eine Absage. Das ginge schon deshalb nicht, weil die Straße neu ausgebaut ist.