Der offzielle Startschuss für die Erweiterung und Umgestaltung des Schönebecker Gesundheitsbades Solequell ist gestern in Bad Salzlemen gefallen. Im Beisein von Vertretern des Stadtrates, der Stadtverwaltung und des Wirtschaftsministeriums wurde erste Hand angelegt, auch wenn der Badebetrieb erst ab dem 4. Mai eingeschränkt sein wird.

Schönebeck-Bad Salzelmen.

Irgendwo muss man anfangen, und im Solequell hat man sich für den Müllplatz entschieden. Der wird seit gestern abgerissen, weil über den Platz und die anschließende Wiese die Baufahrzeuge demnächst anrücken sollen. 14 Monate soll der Umbau und die Erweiterung des Solequells andauern. Alle Maßnahmen sind bei laufendem Betrieb geplant. Das stellt nicht nur an die Bauleute Anforderungen, sondern auch an die Mitarbeiter im Bad, die ihren Gästen trotz aller Einschränkungen angenehme Stunden bereiten wollen.

" Sie handeln hier antizyklisch, also genau richtig ", bestätigte Detlef Schubert. Gerade in Krisenzeiten sei es gut, zu investieren. Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium erklärte noch einmal, dass Wirtschaftsminister Reiner Haseloff die Fördermittel gern gegeben habe, " weil wir wissen, das Geld ist in guten Händen ".

Immerhin 3, 14 Millionen Euro gibt das Land zu der Investition dazu, die sich auf insgesamt 7, 44 Millionen Euro beläuft. " In Sachsen-Anhalt übertrifft der Wellness-Bereich am Tourismus die durchschnittlichen Wachstumsraten ", so Schubert. Dort zu investieren und auszubauen, sei darum eine richtige Entscheidung. Man müsse sich den Ansprüchen der Kunden ständig anpassen.

Von einer anstehenden romantischen Zeit sprach Dezernent Dieter Krüger im Namen der Stadtverwaltung von Schönebeck. Zwar sei jede Renovierung mit Anstrengungen verbunden, " aber im Nachhinein erinnert man sich gern daran und erzählt davon ".

Pünktlich zum 11. Geburtstag des Gesundheits- und Erholungsbades soll das Solequell in neuer Schönheit und Größe den Besuchern am 1. Juni 2010 zur Verfügung stehen. In drei Bauabschnitten ist die Umgestaltung geplant. Zukünftig soll es eine doppelt so große Saunalandschaft wie bisher geben. Auf jedem Quadratmeter des Innenbeckens wird ein Wellnessangebot in Form von Düsen oder Sprudeln angebracht. Auch die Therapiemöglichkeiten im Solequell sollen dann erweitert sein.

" In den kommenden Monaten bieten wir unseren Gästen besondere Konditionen an ", erklärte Solepark-Chef n Ines Grimm-H übner. Neben einer veränderten Preisgestaltung ( siehe Infokasten ) will der Solepark die Besucher auch in den Umbau einbeziehen. So sind Führungen angedacht, und auch die Beobachtung der Bauarbeiten im Internet wird möglich sein.

Das Solequell war 1999 feierlich eröffnet worden. Doch schon bald zeigten sich erste Baumängel, die eine regelmäßige Schließung im Sommer nach sich zogen. Bei einem Gerichtsverfahren schlossen die Stadt und die Versicherung der verantwortlichen Architekten und Baufrmen einen Vergleich. Die vereinbarte Ausgleichssumme von etwa einer Million Euro ging zum Teil in die Rücklage des Soleparks und in den Eigenmittelanteil für die jetzige Investition.

Drei Bauabschnitte sind für den Umbau und die Erweiterung geplant : f Im ersten Bauabschnitt ( 4. Mai bis voraussichtlich Ende Oktober 2009 ) werden die Badehalle, der Wellnessbereich, das Bistro sowie der Sanitär- und Umkleidebereich umgebaut. Nutzbar für Besucher bleiben das Außenbecken und die Sauna ( Aufhebung der Textilfreiheit ). f Im zweiten Bauabschnitt, der sich über fünf Monate von Oktober 2009 bis Ende März 2010 erstrecken soll, werden die Sauna und das Außenbecken umgebaut. Zu nutzen sind die Badehalle mit den neuen Wasserattraktionen, der Wohlfühl- und Entspannungsbereich mit neuen Wellnessangeboten und die neu gebauten Umkleiden im Keller. f Ab dem 4. Mai wird im dritten Bauabschnitt die neue Sauna gebaut.

Preisgestaltung während des ersten Bauabschnittes : f Der Eintritt für Erwachsene kostet 5 Euro, egal wie lange der Besucher bleibt. f Kinder bis zwölf Jahre haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. f Für jeden Besuch gibt es eine Ein-Euro-Wertmarke, die nach der Wiederöffnung bis zum 31. Dezember 2010 eingelöst werden kann.