Die Staßfurter Linken haben sich am Sonnabend zu ihren Zielen zu den bevorstehenden Kommunalwahlen positioniert und ein zehnseitiges Wahlprogramm verabschiedet.

Staßfurt / Rathmannsdorf. " Staßfurt muss weg vom Image der klagenden und jammernden, untergehenden Bergbaustadt !" heißt es in dem Papier, das in den vergangenen Monaten von den Basisorganisationen diskutiert und aufgeschrieben wurde. Per Beschluss verabschiedeten die Teilnehmer einer besonderen Delegiertenversammlung im Rathmannsdorfer Dorfgemeinschaftshaus die Ziele.

So setzen die Linken auf eine Gleichbehandlung aller Ortsteile und ihrer Kernstadt. Demnach soll es den Ortsbürgermeistern möglich sein, sich auch im Stadtrat zu positionieren.

Im Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Abwanderung sehen sie auch die Neuauf age des Sozialund Familienpasses als Mittel.

Die Linken sagen Ja zum Salzlandcenter, " ... aber einen Badzuschuss für das Salzlandcenter nur unter Vorbehalt und nicht um jeden Preis. "

Sie kritisieren, dass der Grundsatz " Kurze Beine, kurze Wege " in der Entwicklung der Schullandschaft nicht umgesetzt wurde. So gebe es nach Meinung der Partei übervolle Schulen wie die Kastenschule, während die Gebäude der Grundschule Nord fast leer seien.

Die Planung des Kompetenzzentrums werfe mehr Fragen als Antworten auf. " Stadtratssaal, Bauarchiv und Stadtarchiv sind hier noch keine ausreichenden Belebungsideen. Bibliothek und Stadtinformation sollten das Haus weiter interessant machen und das Stadthaus zum Identifikationsort für Jung und Alt werden lassen. "

Mehr Gesundheit heißt für die Linken nicht nur Erhalt des Krankenhauses Staßfurt, sondern auch mehr Landärzte.

" Wir sagen Ja zum Sporthallenneubau in Staßfurt bei zeitgleichem Auftrag an Oberbürgermeister und Verwaltung, eine effiziente und gut beaufsichtigte, schonende Hallennutzuung zu organisieren ", so das Programm.

Weiterem Bergbau, neuen Belastungen durch Müllverbrennung und Einbringung von Schadstoffen in den Staßfurter Untergrund erteilen die Linken eine Abfuhr.