Auf vollen Touren arbeiten derzeit die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei. Der lange Winter mit seinem stellenweise starken Frost hat auf zahlreichen Straßen seine Spuren hinterlassen. Am deutlichsten sind diese in den manchmal recht großen Schlaglöchern zu erkennen.

Staßfurt / Schönebeck ( MZ ). " Die Winterschäden, verursacht durch den Frost-Tau-Wechsel, halten sich im Rahmen des Normalen ", erklärt Peter Zimmermann, Leiter des Straßenbauamtes der Landkreisverwaltung. Noch sei aber der Winter nicht endgültig zu Ende. Insgesamt, so Zimmermann, werden pro Jahr mehrere Hunderttausend Euro für die Straßenunterhaltung ausgegeben. Kreisstraßenmeister Rudolf Kortus koordiniert den Einsatz der Straßenwärter. " Wir sind für 340 Kilometer Kreisstraßen verantwortlich ", berichtet Kortus. Seine 23 Straßenwärter in den beiden Außenstellen Aschersleben und Schönebeck kontrollieren das ganze Jahr über den Zustand der Kreisstraßen und beseitigen Schäden.

" Jede Außenstelle hat rund 160 Kilometer zu betreuen. " Zwei Streckenfahrzeuge, die so genannte motorisierte Straßenaufsicht, prüft den Straßenzustand. Jede Straße wird dabei mindestens einmal in zwei Wochen befahren. " Die Häuf gkeit hängt ganz von der Wichtigkeit der Straße ab ", sagt Kortus.

Es gebe Kreisstraßen, auf denen täglich über 10 000 Fahrzeuge rollen und solche, die gerade einmal 300 Fahrzeuge verkraften müssen. Wichtige Straßen werden zweimal in der Woche kontrolliert. Dabei geht es nicht nur um Schlaglöcher – auch die Verkehrsschilder und die Leitpfosten werden begutachtet. Manche Schäden werden sofort repariert. " Die Fahrzeuge sind mit Schildern und Pfosten bestückt, sie haben auch Gebinde Kaltasphalt geladen. "

Damit können beispielsweise Löcher mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern und einer Tiefe von fünf Zentimetern gefickt werden. Bei größeren Löchern rücken dann die Reparaturtrupps mit Heißasphalt an. Auch dabei gilt : Wird die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, werden die Löcher noch am selben Tag beseitigt. Ist das Gefährdungspotenzial gering, " stellen wir Schilder auf und reparieren am folgenden Tag. "

Allerdings wirbt der Kreisstraßenmeister um Verständnis dafür, dass nicht sofort alle Schäden beseitigt werden können. Dies lasse die Kapazität der Straßenmeisterei nicht zu. Gerade nach dem Winter gebe es überall Schäden und so arbeiten die Männer der Meisterei nach einem Plan alle erkannten Schadstellen ab.

Momentan sind die Reparaturtrupps vorwiegend in den Altkreisen Schönebeck und Aschersleben unterwegs. Das meiste im Raum Schönebeck sei bereits geschafft, so Kortus. " Ab nächster Woche beginnen wir dann im Altkreis Bernburg mit der Reparatur ", kündigte der Kreisstraßenmeister an.