Schönebeck / Aschersleben

( sk / rk ). " Wir werden unsere Patienten in Zukunft komplex und wohnortnah betreuen ", sicherte Chefarzt Dr. Andreas Thews gestern dem Qualitätszirkel des Darmzentrums des Klinikums Schönebeck zu. Das Zentrum entspricht bereits den Qualitätsanforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft und wurde dafür Ende Januar mit einem Zertif kat ausgezeichnet.

Der Zertif zierung vorausgegangen war eine Befragung niedergelassener Ärzte, die Stärken und Schwächen des Darmzentrums analysieren sollte. Über die Ergebnisse dieser Befragung informierte gestern Mandy Waberer, eine Mitarbeiterin der Landesvereinigung für Gesundheit : " Gute bis sehr gute Noten vergaben die Mediziner für das fachliche Können und Wissen des ärztlichen Personals und dessen technische Ausstattung. "

Verbesserungspotenzial sahen sie in der Kommunikation und im Informationsf uss zur Tagesklinik. " Hier haben wir bereits einiges in Bewegung gesetzt, beispielsweise einen Flyer gestaltet, eine Ansprechpartnerin bereitgestellt und die zeitlichen Rahmen für Sprechstunden klarer formuliert ", denn genau dies seien wichtige Schritte auf dem Weg zur Transparenz gegenüber den Patienten, so Thews. Hierbei zähle das Engagement jedes Mitarbeiters, auch wenn der Zeitplan oft nur wenig Luft dafür lasse. " Wir wollen in Zukunft noch besser zusammenarbeiten, auch die niedergelassenen Ärzte in Überlegungen einbeziehen ", denn nur so könne der Ablauf bei der Patientenbetreuung positiv gefördert werden.

Wichtig war es Thews außerdem, darauf hinzuweisen, dass solch ein Austausch mit dem Qualitätszirkel über noch vorhandene oder bereits gelöste Probleme mindestens zwei Mal im Jahr stattf nden sollte.

Auch die Kreiskliniken Aschersleben-Staßfurt informierten zum Thema. So besuchten rund 100 Bürger den zweiten Patiententag unter dem Motto " Darmkrebsvorsorge ". In Fachvorträgen erhielten sie umfangreiche Informationen, wie Darmkrebs entsteht und zur Früherkennung. Der Leiter des Ascherslebener Darmzentrums, Chefarzt Dr. Jan Wieland, und der ambulante Kooperationspartner, Norbert Jahn wiesen darauf hin, wie enorm wichtig es sei, Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen, da gerade beim frühzeitigen Erkennen von Darmkrebs die Heilungschancen sehr gut seien.

Anschließend hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen, was auch rege genutzt wurde. Ein besonders gelungener Höhepunkt dieser Veranstaltung war die Aufführung der höchst unterhaltsamen Komödie " Alarm im Darm " des Vorsorgetheaters der Stiftung Lebensblicke. Die zwei Schauspieler, die zunächst als Darmpolypen und dann als " Heinz und Ruth " über die Entstehung von Darmkrebs, die Heilungschancen durch Früherkennung und den Ablauf der Vorsorgeuntersuchung Szenen aus dem realen Leben darstellten, vermittelten mit Witz und Humor die wesentlichen Informationen zur Darmkrebsfrüherkennung.

" Hier wurde kein Blatt vor den Mund genommen. Die Besucher konnten herzhaft über bestimmte Szenen lachen, jedoch ist nie der Blickwinkel zum tieferen Sinn dieser Aufführung verloren gegangen ", sagte Kliniksprecherin Julia Tarlatt.

Einen ähnlichen Patiententag bereiten die Kreiskliniken Aschersleben-Staßfurt für das nächste Jahr vor.