Staßfurt. Kunden des Wasser- und Abwasserzweckverbandes ( WAZV ) Bode-Wipper werden künftig mit höheren Abwassernetz-Anschlussbeiträgen herangezogen, wenn sie übergroße Wohngrundstücke besitzen. Die Mitglieder der Verbandsversammlung beschlossen bei elf Enthaltungen und 34 Ja-Stimmen eine Änderung ihrer Schmutzwasserbeitragssatzung und damit, die Kappungsgrenze von 1157 auf 1235 Quadratmeter zu erhöhen. Bei eingeschossigen Häusern mit bis zu fünf Wohneinheiten sind das pro Quadratmeter 3, 36 Euro. Bei der Überschreitung der Kappungsgrenze wird die Restfl äche mit 25 Prozent berechnet.

Grundlage war eine Empfehlung des Verwaltungsgerichts, nach zwölf Jahren eine Überprüfung der durchschnittlichen Grundstücksflächen im Verbandsgebiet vorzunehmen. Das beauftragte Ingenieurbüro ermittelte eine Vergrößerung der Grundstücksflächen von 890 auf 950 Quadratmeter.

Berechnung wieder

nach Abfuhrmengen

Die Verbandsversammlung beschloss zudem, die Berechnung dezentral entsorgter Sammelgruben wieder nach dem tatsächlich abgefahrenen Schmutzwasser zu berechnen. Geschäftsführer Dr. Joachim Rosenthal begründete die Rücknahme der bisher nach Frischwasserverbrauch festgesetzten Berechnung damit, dass nicht immer eindeutig der Wasserverbrauch zugeordnet werden konnte. So hatte sich beispielsweisederBungalowverein Strandbad Staßfurt mit diesem Problem an den Verband gewandt. Der verlangt nach der Satzungsänderung nun 13, 66 Euro pro Kubikmeter abgefahrenem Schmutzwasser.

Staßfurt nur mit der

Hälfte der Stimmen

Beschlossen wurde auch, dass die Stadt Staßfurt nach der Eingemeindung Förderstedts nicht mehr als 50 Prozent der Stimmen im Verband innehaben wird. Damit liegen 22 der nun 44 Stimmen bei den anderen Mitgliedskommunen des Verbandes, dessen Einzugsgebiet zwischen Kroppenstedt, Brumby und Schackenthal liegt.

Der Verbandsgeschäftsführer berichtete noch, dass 2008 über 50 000 Kubikmeter Trinkwasser mehr eingekauft wurden als im Jahr zuvor. Weniger erfreulich stimmten die zahlreichen Rohrbrüche im vergangenen Winter, die zu Wasserverlusten führten. Allein im Februar mussten 39 Rohrbrüche repariert werden.