Förderstedt. Maria Mönnich ist neue evangelische Pfarrerin in Atzendorf, Borne, Eickendorf, Förderstedt, Groß- und Kleinmühlingen, Löderburg und Zens. Die Geistliche wurde am Sonntag während eines Festgottesdienstes in der Förderstedter Petrikirche in ihr Amt eingeführt. Gleichzeitig wurde der Sitz der Pfarrstelle wieder von Atzendorf in das Förderstedter Pfarrhaus zurückverlegt.

Aus allen Orten des Kirchspiels waren die Gemeindekirchenräte zur Amtseinführung anwesend. Zusammen mit zahlreichen Einwohnern füllten sie die Kirche, als der derzeitig für Förderstedt zuständige Pfarrer Thomas Lütgert alle Anwesenden begrüßte. Der stellvertretende Superintendent und Pfarrer in Biere, Matthias Porzelle, stellte die neue Pfarrerin vor. Er verlas anschließend die vom Bischof unterzeichnete Urkunde, nach der die Pfarrstelle Förderstedt mit den genannten Orten mit Wirkung vom 1. März an Marina Mönnich übertragen wird. Gleichzeitig sprach er davon, dass diese Urkunde eine der ersten mit dem Siegel der in diesem Jahr neu gebildeten Landeskirche, der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands mit Bischofsitz in Magdeburg sei. " Die Kirche ist immer in Bewegung. Sie bedarf ständig der Erneuerung ", so Porzelle. Eine am Wochenende neu gewählte Bischöf n für Magdeburg und eine neue Pfarrerin in Förderstedt seien ein Ausdruck dieser Lebendigkeit.

Die Einführungszeremonie für den Geistlichen in eine neue Gemeinde hat eine feste Form. Matthias Porzelle, als ranghöchster Geistlicher, richtet die Frage an Marina Mönnich : " Bist Du bereit, das Amt der Pfarrerin in den genannten Gemeinden zu übernehmen ?" An die Kirchenältesten stellte er die Frage : " Seid ihr bereit, die neue Pfarrerin in eurer Gemeinde anzunehmen ?" Beide Fragen wurden mit " Ja, mit Gottes Hilfe " beantwortet. Dann segnete der stellvertretende Superintendent die neue Pfarrerin. Damit ist sie in ihr Amt eingesetzt.

Marina Mönnich, 47 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier Kinder, stammt aus Osterode im westlichen Teil des Harzes. Sie studierte in Göttin-gen und Hamburg. Nach dem Vikariat, das sie in Halberstadt absolvierte, ist sie seit 15 Jahren Pfarrerin in der Kirchenprovinz, zuerst in Peißen bei Bernburg, danach in Röblingen am See.

In ihrer Predigt, die vom Text des Johannes-Evangeliums für diesen Sonntag " Laetare " – " Freut euch !" ausging, baute sie auf den Spruch " Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein. Wenn es aber in die Erde fällt und erstirbt, bringt es viel Frucht. " Das ist für Pfarrerin Mönnich : " Zum Glauben kommen, heißt sehen lernen – sehend werden. " Im zweiten Teil ihrer Predigt ging Mönnich auf Gedanken an Leiden, Sterben und Tod ein, die von den Menschen oft verdrängt werden, obwohl sie mitten zum Leben und Glauben gehören. Im letzten Teil richtete die Pfarrerin den Blick auf den Menschen selbst und sagte : " Wer sich Jesus Christus anvertraut, der lebt fröhlich und mit einer Freude im Herzen, zu der der heutige Sonntag einlädt. Laetare heißt freut euch ". Mit dem Segen für alle Gläubigen, ausgesprochen von der neuen Förderstedter Pfarrerin, endete dieser bewegende Festgottesdienst. Ihre Fortsetzung fand die Amtseinführung bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken in der Grundschule und einem Besuch im Pfarrhaus zum Tag der offenen Tür.