Staßfurt/Güsten. Weil das Schmelzwasser auf der Straße zwischen Rathmannsdorf und Hohenerxleben gefror, musste die Kreisstraßenmeisterei die Straße in der Nacht zu gestern voll sperren. Vor Athensleben verunglückte unterdessen am Morgen ein Pkw auf vereister Fahrbahn (siehe Polizeibericht).

"Wie lange die Sperrung der K 1304 aufrecht erhalten bleibt, hängt von der Witterungsentwicklung ab", so der für den Meisterei-Bereich Süd verantwortliche Mitarbeiter Steffen Wendel. Man werde diese Problemstelle auf jeden Fall im Auge behalten und nach Lösungen suchen. Die Wasseransammlung in der langgezogenen Kurve zeigte sich bereits im vergangenen Jahr.

Auf Grund der Vollsperrung ergeben sich im Linienverkehr zwischen Staßfurt und Hohenerxleben folgende Einschränkungen, teilt die Personennahverkehrsgesellschaft Staßfurt mit. Für die Linie SFT-158 nach Bernburg und zurück verkehren momentan keine Busse über Hohenerxleben. "Fahrgäste nach Rathmannsdorf/Bernburg werden gebeten, ab Hohenerxleben auf Busse nach Staßfurt auszuweichen, die einen zeitnahen Anschluss an den Bus nach Bernburg haben. Auf der Linie SFT-155 wird zu 16.21 Uhr ab Staßfurt Bahnhof nach Hohenerxleben ein zusätzlicher Bus eingesetzt", informiert Geschäftführer Bernd Duschek. Für die Stadtlinie B wird auf den Fahrten, die in ihrem Fahrweg Staßfurt – Rathmannsdorf – Hohenerxleben ausweisen, ab Staßfurt Bahnhof ein zusätzlicher Bus direkt nach Hohenerxleben eingesetzt. Von dieser Regelung ausgenommen seien die Fahrten 18.59 Uhr und 19.56 Uhr ab Staßfurt Bahnhof.

Zwischen Rathmannsdorf und Hohenerxleben besteht nur die Möglichkeit, den Weg über Staßfurt mit Umsteigen zu nehmen.

Unterdessen versucht die Stadt Güsten, die Situation des Grundwasser-Anstiegs in Folge des Wipper-Hochwassers im Bereich um die "Erdenkuhle" ab heute durch Abpumpen des Teiches zu entschärfen, erklärte Bürgermeister Helmut Zander. Gestern Abend wurde mit dem kontrollierten Überlaufen der Wippertalsperre Wippra gerechnet. Für den Wipper-Pegel Großschierstedt wird heute die Alarmstufe 3 erwartet. Derweil reicht die Ableitung des Wipperwassers über die Liethe zur Bode in Staßfurt noch aus. Die Flutmulde Osmarsleben musste bislang nicht geöffnet werden, so Zander.

Die Hochwasserentwicklung der Bode in Staßfurt stagnierte gestern bei 2,70 Meter.

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