
Fritz Klengel (r.) nimmt im neuen Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt via Funktelefon Kontakt zu seinen Kameraden auf. | Foto: Karolin Aertel
Fritz Klengel (r.) nimmt im neuen Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt via Funktelefon Kontakt zu seinen Kameraden auf. | Foto: Karolin Aertel
Besser hätte das Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Staßfurt nicht beginnen können. Ein neuer Einsatzleitwagen mit hochmoderner Technik komplettiert den Fuhrpark der Feuerwehr. Eine Wärmebildkamera gab es obendrauf.
Staßfurt l Eigentlich ist es kaum vorstellbar, wie die 143 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt (2011) im bisherigen Einsatzleitwagen (ELW) - einem handelsüblichen Opel Vectra - koordiniert werden konnten. Zwischen der Ausstattung des "alten" ELW und dem neuen liegen Welten. Nicht nur die Größe des Mercedes Sprinter zeugt davon, auch die darin befindliche Technik verdeutlicht dies.
Der Innenraum des Transporters ähnelt gewissermaßen einer kleinen Schaltzentrale. Ein internetfähiger Computer mit Moni-tor und Tastatur gehören ebenso zur Ausstattung wie Telefongeräte und Faxanlage. "Wir können mithilfe dieser Ausstattung Einsätze wesentlich professioneller koordinieren", erklärt Wehrleiter Steffen Aermes. So sei es den Kameraden nun möglich via Internet Kartenmaterial zu sichten. Auch Nachschlagewerke ließen sich so wesentlich schneller nutzen. Was zuvor händisch oder via Funk vonstatten ging, kann nun per Mausklick geschehen. Der ELW ist ein echter "Alleskönner" mit 163 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 160 Stundenkilometer. Zudem verfügt er über einen Teleskopmast zur Ausleuchtung des Einsatzortes und diverser anderer Sicherheitstechnik.
Das neue Fahrzeug kann den Kameraden zwar nicht die Arbeit abnehmen, aber es wird ihnen diese ein wenig leichter machen und somit auch für ein Stückchen mehr Sicherheit sorgen. Die gut 140 000 Euro, die der Einsatzleitwagen gekostet hat, sind demnach gewiss gut investiert. Zumal im Rahmen des Brandschutzbedarfsplanes offiziell festgestellt worden war, dass der alte ELW nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach.
Eine weitere Errungenschaft, die für mehr Sicherheit sorgen wird, ist eine Wärmebildkamera. Was diese zu leisten vermag, erklärt Feuerwehrmann und Presseprecher Mario Dingethal: "Die Kameraden kamen unlängst zu einem Eisatzort, an dem ein Pkw verunglückte und auf dem Dach auf einem Maisfeld zum Liegen kam. In dem Auto und im nahen Umfeld konnte keine Person gefunden werden. Die Kameraden wussten zunächst nicht, wie viele Personen sich überhaupt in dem Pkw befunden haben. Eine Wärmebildkamera hätte bei diesem Einsatz die Arbeit wesentlich erleichtern können. Sie kann die geringsten Temperaturwerte anzeigen und hätte somit schnell zeigen können, wo und wie viele Personen im Auto gesessen haben."
Mit einer Wärmebildkamera können die Kameraden zudem in komplett verrauchten Räumen sehen, Personen auch bei völliger Dunkelheit finden, Flüssigkeiten in Behältern erkennen und auch Glutnester können sie aufspüren. "Letztendlich können sie damit Leben retten", fasst Mario Dingethal zusammen.
Die neue Einsatztechnik ist zwar schon in Verwendung, offiziell und feierlich seiner Bestimmung übergeben, wird sie jedoch erst am 21. Januar auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt. Dann werden die Kameraden auch das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Und da gibt es gewiss viel zu berichten, schließlich kamen die Kameraden 143-mal zum Einsatz. 59-mal davon wurden sie zu einem Brand gerufen, wobei nicht selten ein Container nachts um 4 Uhr "Feuer spuckte". "Das sind Einsätze, die uns in gewisser Weise ärgern", gibt Wehrleiter Steffen Aermes zu verstehen. Schließlich würden sich Container nicht selbst entzünden, sondern sind Opfer böswilliger Brandstif- tung.
20-mal mussten die Staßfurter zu Verkehrsunfällen ausrücken, wobei unter diese Kategorie auch Ölspuren zählen. Zehn Mal waren die Kameraden in Sachen Hochwasserschutz im Einsatz und hin und wieder - genaugenommen vier Mal - kamen sie auch den benachbarten Ortswehren zu Hilfe. Dies in der Regel dann, wenn bestimmte Ausrüstungsgegenstände oder Technik wie eine Drehleiter gebraucht wurden.
Bei den vielen tragischen Fällen, die die Feuerwehrmänner und -frauen im Laufe des Jahres erleben, gibt es auch immer mal einen lustigen Einsatz. 2011 war dies ein Schaf, das aus der Bode gerettet werden musste und bei dem ein Kamerad unfreiwilliger Weise baden ging.
Wer wissen will, was noch so passiert ist, der kann am 21. Januar um 18.30 Uhr zur Jahreshauptversammlung in die Atzendorfer Str. 18a kommen.
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Hier in Deutschland muß der Polizist nachweisen, dass sein Handeln "gerechtfertigt " war. NEIN ,falscch - der Täter muß nachweisen ,dass das Handeln der Ordnungsorgane nicht gerechtfertigt war. Bsp. USA: wer dort Polizisten angreift oder verletzt wird über ein Sofortgericht ohne viel Federlesen für ein Jahr eingebuchtet. Und hier in Deutschland Bsp. Demos sind sogar Politiker dabei wenn es um Gewalt,Zerstörung,Vandalismus,Angriffe auf die Polizei geht.Bestes Beispiel Gorleben - jedes Jahr.Wenn ich das machen würde wäre ich für Jahre weggesperrt !
völliger Schwachsinn der Tunnel ist völlig ok und es wird auch zeit das Oschersleben nicht immer "2 geteilt" ist es nervt, so oft wie man vor den Schranken steht !!! Sollten dann aber die Bahnübergänge Fabrikstraße und Anderslebener Straße geschlossen werden gibt es nur noch einen weiteren Bahnübergang was für Oschersleben zu wenig ist. Man müsste mind. 1 weitere Möglichkeit lassen für Notfälle. man weiß ja nie .....