Die Verkehrsfrequenz auf der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 72 und die damit verbundenen Gefahren waren erneut Thema der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Neundorf.
Neundorf l Ortschaftsrat Fred Hänsel (Linke) brachte die L 72 am vergangenen Donnerstagabend im Neundorfer Rathaus zur Sprache. Nach seiner Einschätzung hat der Verkehrsstrom auf dieser Magistrale durch Neundorf seit der Fertigstellung des Anschlusses der B6n an die Autobahn 14 bei Ilberstedt am 19. Dezember 2011 zugenommen. Insbesondere das Pkw-Aufkommen sei nun noch größer geworden.
Und viele der Kraftfahrer halten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern, kann Hänsel direkt von seinem Wohnhaus aus registrieren, denn es steht genau gegenüber der stationären Messstation, die den in Richtung Staßfurt fahrenden Kraftfahrern anzeigt, mit welcher Geschwindigkeit sie gerade unterwegs sind. Hänsel arbeitet in der Bürgerinitiative mit, die eine Ortsumgehung fordert, wie sie im Zusammenhang mit dem Bau der B6n den Bürgern auch versprochen wurde. Bis es soweit ist, sollte die Ortsdurchfahrt mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern versehen werden, damit die Kinder sicher zur Schule kommen.
Im Frühjahr 2010 wurde dieser Traum der besorgten Mütter und Väter wahr. Da hatte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre zum Ärger von Landrat Ulrich Gerstner (SPD) von heute auf morgen im Zuge der Winterschadensbeseitigung dafür gesorgt, dass die Ortsdurchfahrt von vorn bis hinten zur Tempo-30-Zone wurde. Das blieb sie allerdings nicht lange.
Jetzt regte Hänsel an, bereits nach der B6n-Abfahrt in Richtung Neundorf ein Tempo-70-Zeichen 200 Meter vor dem Ortseingangsschild aufzustellen wie in Alsleben, damit die Autos nicht mit einer zu hohen Geschwindigkeit in den Ort rasen, begründete er seinen Vorstoß. Der Verkehrsplaner der Stadt Staßfurt, Günther Roddewig, hält diesen Vorschlag für "Quatsch". Er bestätigte, dass im Frühjahr in Neundorf erneut eine Verkehrszählung stattfinden soll. Die letzte stammt vom Mai/Juni 2011. "Dann wissen wir, wie die Tendenz wirklich ist. Dann können wir uns ein fundiertes Urteil erlauben", sagte Roddewig.
Er glaubt, dass der Verkehr auf der L 72 nach der Fertigstellung der B6n nicht weiter zugenommen hat, weil niemand mehr über Neundorf beziehungsweise Staßfurt als Abkürzung nach Magdeburg fahre. Die Bitte der Ortschaftsräte, öfter Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, "wird Berücksichtigung finden", sagte Oberbürgermeister René Zok (parteilos) gestern auf Volksstimme-Anfrage.
Auch das Verkehrsministerium in Magdeburg kann ein höheres Verkehrsaufkommen in Neundorf zurzeit anhand der vorliegenden Zählergebnisse nicht bestätigen. "Nach der Freigabe der Anschlussstelle Ilberstedt im Jahr 2009 ist bei der bundesweiten Zählung 2010 das sich infolgedessen veränderte Verkehrsaufkommen erfasst worden. Um Aussagen zum derzeitigen Verkehrsaufkommen treffen zu können, ist es erforderlich, da es in diesem Bereich der L 72 keine relevante Dauerzählstelle gibt, im Sommer 2012 weitere manuelle Sonderzählungen vorzunehmen", sagte der Pressereferent des Verkehrsministeriums Peter Mennicke.
Ein Ausbau der Ortslage sei zurzeit nicht vorgesehen. "Die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für den Landesstraßenbau gestatten für dieses und die folgenden Jahre nur die Einordnung der dringendsten Baumaßnahmen in die Bauprogramme", so Mennicke. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit würden notwendige Sofortmaßnahmen gegebenenfalls von der zuständigen Straßenmeisterei durchgeführt.
Mennicke verwies darauf, dass eine Ortsumgehung im Landesverkehrswegeplan mit einer Länge von 3,3 Kilometern und Gesamtkosten von 3,4 Millionen Euro in der Dringlichkeitskategorie I eingeordnet sei. "Im Hinblick auf die Abarbeitung der Maßnahmen des vordringlichen nicht verfügbaren Bedarfs konnte die Planung für Neundorf vor dem Hintergrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Planungsmittel und personeller Kapazitäten im Landesbaubetrieb bisher jedoch noch nicht aufgenommen werden", sagte Mennicke.
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Hier in Deutschland muß der Polizist nachweisen, dass sein Handeln "gerechtfertigt " war. NEIN ,falscch - der Täter muß nachweisen ,dass das Handeln der Ordnungsorgane nicht gerechtfertigt war. Bsp. USA: wer dort Polizisten angreift oder verletzt wird über ein Sofortgericht ohne viel Federlesen für ein Jahr eingebuchtet. Und hier in Deutschland Bsp. Demos sind sogar Politiker dabei wenn es um Gewalt,Zerstörung,Vandalismus,Angriffe auf die Polizei geht.Bestes Beispiel Gorleben - jedes Jahr.Wenn ich das machen würde wäre ich für Jahre weggesperrt !
völliger Schwachsinn der Tunnel ist völlig ok und es wird auch zeit das Oschersleben nicht immer "2 geteilt" ist es nervt, so oft wie man vor den Schranken steht !!! Sollten dann aber die Bahnübergänge Fabrikstraße und Anderslebener Straße geschlossen werden gibt es nur noch einen weiteren Bahnübergang was für Oschersleben zu wenig ist. Man müsste mind. 1 weitere Möglichkeit lassen für Notfälle. man weiß ja nie .....