• 23. Mai 2012



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Produktionstrakt einer Schaltanlagenbau-Firma in Schutt und Asche


Großbrand in Neundorf - Feuer verursacht Schaden in Höhe von einer Million Euro

04.02.2012 05:24 Uhr |


Von Karolin Aertel


Einsatzleiter Andreas Hübner begutachtetet mit seinem Stellvertreter Torsten Witte und Kamerad Tim Tschisgale die Brandruine. Eine leichte Schneeschicht hat sich auf den Trümmerteilen niedergelegt. Doch trotz Nässe und Kälte steigt an vielen Stellen noch Rauch auf.

Einsatzleiter Andreas Hübner begutachtetet mit seinem Stellvertreter Torsten Witte und Kamerad Tim Tschisgale die Brandruine. Eine leichte Schneeschicht hat sich auf den Trümmerteilen niedergelegt. Doch trotz Nässe und Kälte steigt an vielen Stellen noch Rauch auf. | Foto: Karolin Aertel Einsatzleiter Andreas Hübner begutachtetet mit seinem Stellvertreter Torsten Witte und Kamerad Tim Tschisgale die Brandruine. Eine leichte Schneeschicht hat sich auf den Trümmerteilen niedergelegt. Doch trotz Nässe und Kälte steigt an vielen Stellen noch Rauch auf. | Foto: Karolin Aertel

Zu einem Großbrand wurden gestern die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gerufen. In Neundorf stand der Produktionstrakt einer Schaltanlagenbau-Firma in Flammen. Die Schadenshöhe wird mit einer Million Euro beziffert.

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Neundorf l Es bedarf viel Fantasie, zu erahnen, was die Schutt- und Ascheberge des einstigen Lager- und Produktionsbereiches einer Schaltanlagenbau-Firma in der Ascherslebener Straße in Neundorf einmal gewesen ist. Noch Stunden nach dem verhehrenden Brand, der gestern gegen 4.30 Uhr bis in die frühen Morgenstunden wütete, qualmte es aus der Brandruine. Gegen Mittag waren noch immer etliche Kameraden im Einsatz, um Glutherde aufzuspüren, aufzuräumen und den Bandort zu sichern.

Insgesamt 60 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Neundorf, Staßfurt, Löderburg und Rathmannsdorf sowie Polizei und Rettungsdienst waren gestern im Einsatz. Elf Einsatzfahrzeuge, darunter zwei Tanklöschfahrzeuge, ein Löschgruppenfahrzeug und ein Drehleiterwagen, rückten aus. Anwohner berichteten von lautem Knallen, das ähnlich einem Feuerwerk geklungen habe.

Die Küche sieht noch relativ unversehrt aus. Ringsherum gleicht es jedoch einem Schlachtfeld.

Die Küche sieht noch relativ unversehrt aus. Ringsherum gleicht es jedoch einem Schlachtfeld. | Foto: Karolin Aertel Die Küche sieht noch relativ unversehrt aus. Ringsherum gleicht es jedoch einem Schlachtfeld. | Foto: Karolin Aertel

Das feuerwerkähnliche Knallen seien erhitzte Wellasbestplatten gewesen, erklärt Andreas Hübner, Einsatzleiter und Leiter der Ortsfeuerwehr Neundorf: "Als wir anrückten stand der Takt mit einer Grundfläche von etwa 25 Mal acht Metern von oben bis unten in Flammen", berichtet er.

Löschwasseranschluss mehr als einen Kilometer entfernt

"Das größte Problem war das Beschaffen von Löschwasser", erklärt Hübner. Da kein Anschluss in der Nähe gewesen sei, hätten die Kameraden das Wasser aus mehr als einem Kilometer Entfernung von der Güstener Straße holen müssen. Unterstützung bei der Suche nach Wasser fanden die Kameraden auch bei der benachbarten Schweinemastanlage, von der sie Wasser aus einer Zysterne nutzen konnten.

Ein Dach gibt es nicht mehr. Und auch von den Büro-Räumen ist nichts mehr übrig. Auch wichtige Ordner und Unterlagen des Unternehmens sind nur noch Schutt und Asche.

Ein Dach gibt es nicht mehr. Und auch von den Büro-Räumen ist nichts mehr übrig. Auch wichtige Ordner und Unterlagen des Unternehmens sind nur noch Schutt und Asche. | Foto: Karolin Aertel Ein Dach gibt es nicht mehr. Und auch von den Büro-Räumen ist nichts mehr übrig. Auch wichtige Ordner und Unterlagen des Unternehmens sind nur noch Schutt und Asche. | Foto: Karolin Aertel

Brandursache ist bisher nicht geklärt

Das Übergreifen des Feuers auf nebenstehende Wohn- und Bürogebäude habe zunächst Priorität gehabt, erzählt der Eisatzleiter. Der Vermieter der Räumlichkeiten, Klaus Ewald, lobte noch am selben Tag die Einsatzkräfte: "Die Kameraden, Polizei und Rettungsdienst waren sofort vor Ort und haben hervorragende Arbeit geleistet." Der Inhaber der Schaltanlagenbau-Firma war gestern sichtlich geschockt und zu keinem Gespräch bereit.

Das Ausmaß des Brandes ist enorm. Die Schadenshöhe wurde von der Polizei mit etwa einer Million Euro beziffert. In der Halle wurden Baumaterialien der Firma gelagert, die durch das Feuer zerstört wurden. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist nicht klar. Die Kriminalpolizei ermittelt.



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-02-04 05:24:56
Letzte Änderung am 2012-02-04 05:24:56


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