Güsten/Osmarsleben/Amesdorf. Seinen Unmut darüber, wie es zum Mehraufwand und demzufolge Mehrkosten für den Bau der Nebenanlagen der Lindenstraße in Osmarsleben gekommen ist, äußerte Joachim Wendt während der jüngsten Bauausschusssitzung in Güsten.

Die Verwaltung hatte dazu den Projektanten Dr. Bernd Schulze eingeladen, der auf Heller und Pfennig die 91 einzelnen Rechnungspositionen erklären konnte, die es zusammen auf fast 40 000 Euro Mehrkosten brachten. Als Beispiel nannte er Asphaltarbeiten, Garageneinfahrt-Anpassungen, Schachtarbeiten für jeweils rund 6000 Euro zusätzlich. Gut 2000 Euro kosteten Sperrmaßnahmen mehr, über 1200 Euro die Entsorgung von Asbestrohren... "Wenn ich sehe, dass ein Kabel nicht tief genug liegt, muss ich tiefer schachten, auch wenn das vorher nicht ersichtlich war", unterstrich Dr. Schulze.

Marlies Kirchner von der Verwaltung bestätigte auf Nachfrage von Ausschussmitglied Hans Schulz, dass das Bauamt alle Zahlen überprüft habe und dass sie sowohl Bürgermeister Helmut Zander, seinem Stellvertreter Gerhard Malkowski und auch den Anliegern offengelegt worden seien.

Joachim Wendt zeigte sich "in manchen bautechnischen Sachen" einsichtig, aber die Zufahrten seien im Vorfeld nicht auf der Rechnung gewesen. Das könnten elf Anlieger bestätigen. Das habe der Bürgermeister so gesagt. Der war bei der Sitzung nun aber nicht anwesend, und so schlug Ausschussvorsitzender Hans Pfeiffer in den nächsten 14 Tagen erneut eine Zusammenkunft mit Anliegern, Ausschuss und Bürgermeister vor, um von ihm zu hören, was er auf der Einwohnerversammlung gesagt habe zu den Überfahrten.

Ein weiteres Thema war der Ausbau der Siedlung in Amesdorf. Nach der Vorstellung des Projekts durch den neuen Bauamtsleiter Ronald Funke machte Wolf Beinroth darauf aufmerksam, dass das Regenwasser oberirdisch abgeleitet werden müsse, und dann nicht durch den Vorfluter Alte Reihe, sondern direkt in den Vorfluter Horst-Heilmann-Straße. Von den geschätzten 377 000 Euro Gesamtkosten sollen 237 000 Fördermittel aus der Dorferneuerung kommen. Wenn die Fördermittel im III. Quartal kämen, könnte man beginnen, so Funke.