Dass der Europatag am Sonnabend auf dem Egelner Marktplatz ins Wasser fiel, kann man nicht sagen. Doch wegen des schlechten Wetters blieb der Ansturm der Besucher aus. Trotzdem hielt das die Egelner nicht ab, diesen besonderen Tag zu feiern. Und so wurde auch für weniger Besucher gesungen, getanzt und gespielt.

Egeln. Petrus hatte am Wochenende wohl keine gute Laune. Das ganze verlängerte Herrentagswochenende schickte er nur Wolken über die Egelner Mulde. Doch am Sonnabend setzte er dem Ganzen noch die Krone auf und ließ es wie aus Eimern regnen. Sehr zum Ärger der Veranstalter des Europatages auf dem Marktplatz in Egeln. Hatte man sich doch wochenlang auf diesen Tag vorbereitet, alles organisiert und ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Und nun blieben die Besucher aus. Doch man ließ sich nicht unterkriegen.

"Auch wenn es regnet, in Egeln wird trotzdem gefeiert. Gerade in Zeiten der Krisen müssen wir zusammenhalten und an die Zukunft unserer Kinder denken", sagte Reinhard Luckner, Bürgermeister der Stadt Egeln, in seiner Eröffnungsrede und lobte den europäischen Gedanken, den die Stadt Egeln dank des Europäischen Partnerschaftsvereins schon viele Jahre pflegt. Denn der Europatag fand nun schon zum zehnten Mal statt. Und da lässt man sich eben auch von Regen und Wind nicht abbringen. Reinhard Köpke, Vorsitzender des Europavereins, dankte allen Helfern und Vereinen, die an der Organisation des Europatages mitgewirkt hatten. Und dann wurde mit dem Kanonenschlag der historischen Stadtwache der Startschuss für den Europatag 2010 gegeben.

Mäuse zaubern die Sonne herbei

Den Anfang des Programms übernahmen die Mini-Mäuse aus Egeln. Mit ihrem Eröffnungstanz zeigten sie, wie sehr sie die Musik von Michael Jackson verehren und an die Kinder in der Welt denken, denen es nicht so gut geht. Mit tollen Kostümen stellten sie die Länder der Welt dar und tanzten sogar um die Erde. "Michael Jackson wollte mit seiner Musik zum Nachdenken anregen und genau das wollen wir nun weiter führen", machten die Tanz-Mäuse deutlich. Im Wechsel mit der Dance-Factory zeigten die Mini-Mäuse ihr tänzerisches Können. Und da schaffte es sogar die Sonne, sich durch die dunklen Wolken zu schieben. Doch leider hielt das nicht lange an und der Regen setzte wieder ein.

<6>Auch der Rapper Thomas Jacob aus Kroppenstedt und sein Kollege Andreas Heyer schafften es mit ihren "Sprechgesang" nicht, die dunklen Wolken zu verschieben. Das Publikum war aber trotzdem begeistert. Es folgten Auftritte der Linedance-Gruppe "The Wild Goats" aus Egeln, der Schwertkämpfe, Auftritte der Güstener Schotten, ein kleines Konzert des Gemischten Chores und und und...

Und auch wenn mehr Regentropfen als Besucher auf den Marktplatz kamen, wird es bestimmt auch im nächsten Jahr wieder einen Europatag geben. Und dann muss sich das Organisationsteam eben auch noch um besseres Wetter kümmern.

   

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