Staßfurt (rk). Der Leiter des Revierkommissariates Staßfurt, Dirk Brümmer, ist vorübergehend in das Polizeirevier nach Bernburg versetzt worden.

Wie Pressesprecher Jörg Methner auf Anfrage der Volksstimme mitteilte, hängt das mit einem Bericht einer Boulevard-zeitung von Ende April zusammen. Danach soll Brümmer im Streifenwagen zum Frisör nach Aschersleben gefahren sein und das Fahrzeug dort im Parkverbot abgestellt haben.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt, die zu diesem Zeitpunkt dort Kontrollen durchgeführt hätten, hätten sich aber nur um die zivilen Falschparker, nicht aber um das Polizeiauto aus Staßfurt gekümmert. "Schweinerei", schimpfte eine Betrofffene und schoss ein Foto vom Streifenwagen.

Nach Volksstimme-Informationen wurde vom Ordnungsamt der Stadt Aschersleben dann auch Brümmers Dienstfahrzeug als Falschparker erfasst. Man habe zunächst prüfen müssen, ob es sich um einen Polizeieinsatz handele, hieß es im Rathaus.

Die Polizeidirektion Nord prüft jetzt ein Disziplinarverfahren gegen Brümmer. "Solange diese Untersuchungen andauern, versieht er seinen Dienst in Bernburg", teilte Methner mit.

Derweil ist Polizeirat Mario Vocke kommissarisch mit der Führung des Revierkommissariates in Staßfurt betraut worden, fügte der Polizeisprecher hinzu. Vocke war zuvor als Leiter Einsatz im Polizeirevier Bernburg tätig.

Wann die Untersuchungen im Fall Brümmer abgeschlossen werden, konnte die Polizeidirektion Nord gestern nicht sagen. Dirk Brümmer wollte sich gegenüber der Volksstimme nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern.