Die Konfirmation von jungen Leuten ist im Leben der evangelischen Kirchengemeinden immer ein ganz besonderer Höhepunkt im Kirchenjahr. Traditionsgemäß wird die Einsegnung der 14-Jährigen in der Leopoldshaller St. Johannis-Gemeinde immer am Pfingstsonntag gefeiert.

Staßfurt/Leopoldshall. In diesem Jahr waren es Viktoria Schulz, Nina Krüger und Branco Kretzschmann, die sich öffentlich zu ihrem Glauben bekannten und im Beisein zahlreicher Familienangehöriger, Verwandter, Freunde und Gemeindemitglieder in einer feierlichen Zeremonie als Mitglieder mit allen Rechten und Pflichten in die Leopoldshaller Gemeinde aufgenommen wurden.

Gemeinsam mit Gemeindekirchenratsmitgliedern, bereits konfirmierten jungen Leuten und mit künftigen Konfirmanden führte Pfarrerin Renate Lisock den feierlichen Gottesdienst durch, der musikalisch umrahmt wurde vom Orgelspiel der Kantorin Birgit Wassermann, dem Kirchenchor der Gemeinde und von Geschwistern der diesjährigen Konfirmanden.

In ihrer Predigt regte Pfarrerin Lisock die Konfirmanden an, den von ihnen gewählten Weg des Christseins nicht aus den Augen zu verlieren und sich immer wieder die Frage zu stellen "Wer begleitet mich durch gute und durch schlechte Zeiten?". Dabei verglich sie den Glauben mit einem Fahrrad, dessen Vorderrad der Kontakt zu Gott ist und dessen Hinterrad die Gemeinschaft mit anderen darstellt. Der Lenker am Vorderrad, das ist Gott und die Bremsen sind die zehn Gebote. Mit der Taufe auf den Sattel gesetzt, sei im Konfirmandenunterricht versucht worden, ihnen das Fahren beizubringen. "Und nun steigt auf das Bike des Glaubens und fahrt los!", forderte die Seelsorgerin die drei Konfirmanden auf und wünschte ihnen eine gute Fahrt durch das Leben.

Gemeinsam mit der Festgemeinde sprachen die drei jungen Leute dann das Glaubensbekenntnis. Nachdem sie im Altarraum Aufstellung genommen und ihr Gelöbnis abgelegt hatten, überreichte Pfarrerin Lisock jedem einzelnen seinen ganz persönlichen Konfirmationsspruch und folgte damit dem Brauch, jedem ein Stück Heilige Schrift mit auf den weiteren Lebensweg zu geben.

Der Festgottesdienst erreichte seinen Höhepunkt mit der Segenserteilung. Mit der Überreichung der Konfirmationsurkunden, einer Bibel und der Konfirmationskerze hießen Mitglieder des Gemeindekirchenrates die drei jungen Leute als mündige Gemeindemitglieder herzlich willkommen und luden sie ein, sich künftig am Leben der Gemeinde aktiv zu beteiligen.

Am Ende des feierlichen Gottesdienstes feierten Konfirmanden und Gottesdienstteilnehmer gemeinsam das Abendmahl.