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Nachdem sintflutartige Regenfälle in Hecklingen jüngst für überschwemmte Straßen und nasse Keller sorgten, ist die Stadt bemüht, Mittel und Wege zu prüfen, wie der Hochwasserschutz im Ort weiter verbessert werden kann. Der Naturschutz bringt die Kommune dabei aber in eine zwiespältige Lage.
Hecklingen l Heftige Unwetter wüteteten am Abend des 5. Juli dieses Jahres über Hecklingen. Die Feuerwehr war bis in die frühen Morgenstunden im Dauereinsatz. Zig Keller mussten ausgepumpt werden. Wasser quoll durch Gullydeckel und überflutete Straßen und Gehwege. Autos blieben stecken und mussten gerettet werden.
Der Vorfluter "Beek" - als Graben war er nach dem letzten großen Hochwasser im Ort 1937 mit der Aufgabe ausgebaut worden, Wassermassen abzufangen und abzuleiten, um den Ort zu schützen - füllte sich binnen kurzer Zeit bis zum Rand.
Zuschuss, den Vorfluter baulich zu erneuern, wird recherchiert
Dabei kamen aber auch Mängel an dem betonierten Bauwerk zu Tage. Unterspülungen hatten zur Folge, dass Mauerteile des "Beeks" abbrachen und die Feuerwehr entsprechende Stellen sichern musste.
Das Handlungsbedarf besteht, weist Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) nicht von der Hand. Er erklärte gegenüber der Volksstimme, dass die Stadt dabei sei, entsprechende Förderungen für wasserwirtschaftliche Maßnahmen zu prüfen, die infrage kommen und der Stadt im Fall einer Bewilligung Mittel einbringen, den Ausbau zu bezuschussen. Er sprach von Recherchen, die derzeit mit dem Ziel laufen abzuklopfen, unter welchen Bedingungen entsprechende Bemühungen erfolgversprechend sind.
Kosche ist sich der Bedeutung des "Beeks" für den Ort bewusst. "Er hat sich bewährt gemacht", sagte er, wie wichtig die Aufgabe des Vorfluters im Zuge des Hochwasserschutzes ist. Umso mehr beschäftigt nicht nur ihn eine weitere damit verbundene Problematik. Sie war auf öffentlichen Sitzungen von Ratsmitgliedern schon oft thematisiert worden.
Dabei geht es ebenfalls um eine Kritik am Zustand des "Beeks", weil der Graben in den Sommermonaten - wie jetzt auch - komplett mit Schilf zugewuchert ist. Meterhoch sprießen die Pflanzen.
"Wir befinden uns hier im Zwiespalt zwischen Hochwasserschutz und Naturschutz", sagte Kosche. Ginge es nach dem Bürgermeister, würde er den Graben gern grundhaft räumen lassen, damit Wasser im Ernstfall besser abfließt. Doch der Naturschutz schiebt dem Hochwasserschutz einen Riegel vor. Bestimmte Pflanzen und Tiere müssten geschützt werden, daher sei die Räumung in einigen Bereichen nicht möglich.
Hintergrund ist, dass es sich bei Schilf (Röhrichten) laut Bundesnaturschutzgesetz um gesetzlich geschützte Biotope (Paragraf 30/ Absatz 2/ Nummer 2) handelt. Im Gesetz heißt es auch, dass Handlungen, die zu einer Zerstörung oder erheblichen Beeinträchtigung des Biotops führen können, nicht gestattet sind. "Danach ist es verboten, Röhrichte (also Schilf) in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September zurückzuschneiden", teilte die Pressesprecherin der Landkreisverwaltung Ingrid Schildhauer auf Nachfrage der Volksstimme mit.
Außerhalb der genannten Zeit sei die Räumung des Grabens aber ebenfalls nur eingeschränkt möglich. Röhrichten dürften dann nur in bestimmten Abschnitten gekürzt werden, so die Information.
"(Es) ist es verboten, Röhrichte (also Schilf) in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September zurückzuschneiden."
Schildhauer verwies im Namen des zuständigen Fachamtes aber auch darauf, dass es eine Ausnahme gibt. Denn das Verbot gilt nicht für behördlich angeordnete Maßnahmen. Und das bedeute, dass das Schilf im Ernstfall wegkommen kann. Damit seien außergewöhnliche Umstände gemeint, die anderenfalls mit einer Gefahr verbunden sind.
Die Stadt Hecklingen möchte jetzt mit dem zuständigen Unterhaltungsverband "Untere Bode" mit Sitz in Borne Kontakt aufnehmen, um darüber zu sprechen, wie das Problem gelöst werden kann.
Aus der Pressestelle des Landkreises hieß es dazu, dass der Verband den Vorfluter "Beek" turnusmäßig zu unterhalten hat. Offensichtlich sei 2012 noch keine Schilfmahd erfolgt, teilte Schildhauer mit dem Hinweis mit, dass "die notwendigen Arbeiten an den Gewässern ... bei den jährlich durchzuführenden Gewässerschauen festgelegt (werden)."
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Es sind genau diese Halbwahrheiten, wie sie Herr Haseloff in diesem Artikel äußert, die die emotionale Explosion der Beschäftigten vom Professor bis zu pflegerischen Hilfskraft am Klinikum in Halle, ausgelöst haben. Um es deutlich zu sagen: Wir haben gestern 101.000 Unterschriften für den Erhalt beider Universitätskliniken und Medizinischer Fakultäten übergeben, weil dies für die Zukunft in Sachsen-Anhalt erforderlich ist. Dieses Land braucht Ärzte und die Patienten mit schweren und "teuren" Erkrankungen Krankenhäuser, die deren Behandlung leisten können und wollen. Maximale Versorgung ist von Salzwedel bis Zeitz erforderlich! Es gibt auch keine Konkurrenz zwischen den beiden Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt um Patienten und Studenten! Die erwähnten Defizite aller Uniklinika in Deutschland sind ein Ergebnis fehlerhafter Bundespolitik. Es würde dieser Landesregierung gut zu Gesicht stehen, wenn sie sich im Bundesrat für die adäquate Bezahlung, der in unseren Häusern erbrachten stationären und ambulanten Leistungen, stark machen würde! Ein Nebeneffekt: Es kostet den Landeshaushalt keinen Cent, würde ihn sogar entlasten. Leider hatte in dieser Landesregierung ausschließlich Birgitta Wolff diesen Weitblick und ihr Rauswurf war das Zeichen für die wahre Politik einer Regierung, die in Halle 48.000 Wählerstimmen erhielt. Unser Aktionsbündnis hat 65.000 Unterschriften in dieser Stadt gesammelt. Wo sieht Herr Haseloff den Wählerwillen? Stattdessen erklärt er als Nebelbombe die alten Planungen im neuen Gewand und denkt es merkt keiner. Aber 20 Jahre Kampf gegen Privatisierung und Schließung der Universitätsmedizin in Halle machen sensibel. Die vom Finanzausschuss Landtages für erforderlich erachtete Fertigstellung des Campus in Halle, für die Mittel in Höhe von 80 Mio. erforderlich sind, und die ca. 10% Reinvestitionsquote werden von Herrn Bullerjahn und seinem Ministerpräsidenten kurzerhand zum Investitionsstau erklärt. Ist dies lediglich Beleidigung der Menschen oder einfach Unwissenheit und Unsicherheit? Klar wird: Wir werden uns in den nächsten Wochen häufiger auf der Straße treffen! Kommende Woche bereits in Magdeburg.