Stendal (ge). Auch wenn sich die Hochwassersituation im Landkreis entspannt – die Sorgen der Landwirte in den überfluteten Regionen nehmen derzeit eher noch zu. Die Folgen würden gravierend sein, erfuhren die Vertreter des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF), des Kreisbauernverbandes und des Unterhaltungsverbandes (UHV) Seege/Aland von den Landwirten, als sie sich am Mittwoch im Gebiet von Zehrengraben, Aland und Seege ein Bild von der Lage machten.

Etwa 2000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen stehen dort unter Wasser. Wann diese Flächen wieder befahrbar sein werden, könne derzeit noch niemand sagen, so die Einschätzung vor Ort. Der Schaden bei Raps und Wintergerste sei noch nicht abzuschätzen.

Mindestens ebenso viel Kopfzerbrechen bereiten den Bauern die zunehmend steigenden Grundwasserpegel. Dadurch befürchten sie langfristig noch größere Schäden als die hochwasserbedingten.

"In den vergangenen neun Jahren hatten wir schon drei solche extremen Hochwasser. Jedes Mal sind mehr landwirtschaftliche Flächen betroffen und Gebäude durch das Wasser geschädigt", sagte Bodo Kurtze, Landwirt aus Deutsch. Um die Region davor zu schützen, sei das geplante Sperrwerk am Übergang der Seege zum Zehrengraben bei Bömenzien unbedingt nötig, machte die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, Steffi Friedebold, deutlich.