Stendal l Auch gestern Vormittag war der Brandgeruch aus dem Keller der Käthe-Kollwitz-Straße 14 deutlich zu wahrzunehmen. Am Montagabend hatte es dort kurz nach 23.30 Uhr wieder gebrannt. Zum dritten Mal innerhalb von gut drei Wochen. 19 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es verbrannte Unrat, Menschen kamen nicht zu schaden. Doch die Bewohner des Hauses sind in Unruhe.

"Unser Teamleiter ist täglich mit den Mietern im Gespräch, die haben jetzt natürlich auch Angst", sagte Daniel Jircik, Geschäftsführer der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) im Gespräch mit der Volksstimme. Mit weiteren Sicherungsmaßnahmen im Keller will die SWG nun weitere Brände verhindern. Bislang ist dem Vermieter ein Schaden von rund 10000 Euro entstanden. Besonders massive Spuren hinterließ das Feuer am 4. Januar, als Wasser- und Abwasser sowie die Elektroanlage in Mitleidenschaft gezogen wurde. Weitere Kosten verursachten die Malerarbeiten.

Für Jircik ist die Käthe-Kollwitz-Straße kein Problemhaus. "Es gibt dort auch keinen großen Leerstand, im Gegenteil", sagte er. Allerdings gebe es durch die vielen kleinen Wohnungen auch eine hohe Durchgangsrate. "Das macht es anonym, ganz anders etwa als in Nord, wo Mieter teilweise seit 40 Jahren in ihren Wohnungen zu Hause sind", fügte Jircik hinzu.

Die Polizei mochte nicht bestätigen, dass es sich in allen drei Fällen um ein und denselben Brandstifter handelt, schloss es allerdings auch nicht aus. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", hieß es gestern aus der Pressestelle des Polizeireviers.

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