Stendal. Eine professionale Anlage zum Anbau von Cannabispflanzen hat die Polizei in den frühen Morgenstunden des gestrigen Mittwochs in der Tangermünder Bahnhofstraße ausgehoben. In dem unbewohnten Wohnhaus befanden sich rund 700 bis 800 Pflanzen.

Die Durchsuchung der Räume in Tangermünde war Bestandteil einer groß angelegten Aktion in Sachsen-Anhalt. Nach einem anonymen Hinweis im vergangenen Mai verdichteten sich die Hinweise, dass zwei Vietnamesen und ein Deutscher - es soll sich um einen Tangermünder handeln - in großem Stil Drogen anbauen sollen. Durch operative Maßnahmen und intensive Ermittlungen unter Federführung des Polizeireviers Magdeburg konnten Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt sechs Objekte durch das zuständige Amtsgericht Magdeburg erwirkt werden", informiert Beatrix Mertens von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord.

Das Polizeirevier Magdeburg sowie die Dienststellen in Haldensleben und Stendal nahmen mit Unterstützung einer Hundertschaft der Landesbereitschaftspolizei und der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes die Durchsuchungen zeitgleich an allen Standorten vor. Dabei stießen sie auf zwei Indoor-Plantagen in Tangermünde und Haldensleben und stellten fast 3000 Cannabispflanzen sicher. Sowohl in Tangermünde als auch in Haldensleben wurde jeweils ein Vietnamese vorläufig festgenommen. Sie gelten als Helfershelfer.

Das Haus in der Tangermünder Bahnhofstraße stand seit längerem leer. Allerdings sollen sich nach Volksstimme-Informationen Schlafplätze im Keller des Gebäudes befunden haben.

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