Auf der nächsten Sitzung des Ortschaftsrates Bismark soll über den Haushalt 2014 beraten werden. Ortsbürgermeister Eduard Stapel (B\'90/Grüne) hat einige Wünsche. Er geht aber davon aus, dass es in Mehrzahl vorerst Wünsche bleiben werden.

Von Rudi-Michael Wienecke

Bismark l "Die Bahnhofstraße ist in einem ganz schlechten Zustand. Die müsste als nächstes gemacht werden." Der Bismarker Ortsbürgermeister Eduard Stapel muss nicht lange überlegen, wenn er nach baulichen Prioritäten in seiner Heimatstadt gefragt wird. Allerdings handelt es sich bei der Straße in Richtung Hohenwulsch um eine Landesstraße. Also wird in Magdeburg über den Zeitpunkt der Investition entschieden. Nach Stapels Informationen stehe die Sanierung der Bismarker Bahnhofstraße dort für das Jahr 2016 auf der Tagesordnung. Bis dahin könnten die Prioritäten aber wieder neu festgelegt werden. Es sei also zu befürchten, dass Bismark noch über das Jahr 2016 hinaus auf den Baubeginn in der Bahnhofstraße warten muss. Der Radwegebau entlang der Landstraßen sollte nach Ansicht des Grünen-Politikers ebenfalls vorangetrieben werden. In der Einheitsgemeinde gebe noch viel Nachholbedarf. Es sei mittlerweile schon fast lebensgefährlich, mit dem Rad auf der Straße zu fahren.

Dank Leader wird am Kolk gebaut

So fehle ein Radweg von Bismark aus zum Bahnhof in Hohenwulsch. Gleiches gelte für die Strecke in Richtung Garlipp. Von dort aus müsste schließlich über Kläden und Steinfeld in Schernikau eine Anbindung an den vorhandenen Weg über Uenglingen nach Stendal erfolgen. Auch wer mit dem Rad von Bismark nach Holzhausen will, muss derzeit noch auf der Straße fahren. Den zwar vorhandenen aber mittlerweile zugewachsenen Weg zwischen Döllnitz und Poritz erwähnte Stapel ebenfalls. Diese Strecke müsse dringen erneuert werden. Im vergangenen Jahr seien im Auftrag des Landes aber sachsen-anhaltweit nur 25 Kilometer Radweg gebaut worden, dämpft Stapel wieder die Hoffnung. Er rechne nicht damit, dass es dieses Jahr viel mehr werden. "Dann können Sie sich ausrechnen, wann unsere Region an der Reihe ist", meint er fast resignierend.

Optimistischer ist der Ortsbürgermeister, wenn er auf den Kolk zu sprechen kommt. Dank Leader-Förderung wurde dort im vergangenen Jahr mit 165 000 Euro der Anfang gemacht. Von dem Geld wurden der Eingangs- und der gastronomische Bereich sowie die Stellplätze für Wohnmobile saniert beziehungsweise gebaut. In diesem Jahr soll es mit dem Sanitärbereich weiter gehen. Außerdem sei geplant, die Wege teilweise zu erneuern. Wünschenswert wäre laut Stapel noch ein Sprungturm. Dieser sei allerdings nicht förderfähig.

Am 16. Januar steht der Haushalt von Bismark für das Jahr 2014 auf der Tagesordnung der Ortschaftsratssitzung. Die Versammlung beginnt um 19Uhr im Bürgerhaus.