Der Brand des Dachstuhls eines Mehrfamilienhauses in Bismark in der Bahnhofstraße richtete in der Nacht zum Montag einen immensen Schaden an. Ursache war nach Polizeiangaben ein elektrisches Heizgerät. Die fünf Bewohner retteten sich ins Freie. Zwei mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Stendaler Krankenhaus eingeliefert werden.

Bismark l Kurz nach Mitternacht heulten Montagfrüh in Bismark die Sirenen. In der Bahnhofstraße brannte ein Dachstuhl. Das Feuer drohte, auf die Nachbargebäude überzugreifen. Die fünf Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen, zwei im Alter von 15 und 51 Jahren wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung nach Stendal in das Krankenhaus gebracht. Die anderen Bewohner wurden bei Verwandten untergebracht. Durch die Löscharbeiten wurde auch ein unmittelbar angrenzendes, nicht bewohntes Gebäude, beschädigt. Die Polizei ermittelt später ein elektrisches Heizgerät als Brandursache.

Von Nachbarn war gestern zu erfahren, dass in dem betreffenden Haus im unteren Teil der Bahnhofstraße eine alleinerziehende Mutter mit ihren vier Kindern wohnt. Die Mutter war zur Nachtschicht, die Kinder wurden wohl von der 51-jährigen Person, die ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, betreut.

Brand in der Wohnung in der ersten Etage griff auf den Dachstuhl über

Von dem Brand in einer Wohnung in der ersten Etage griff das Feuer auf den Dachstuhl über. Die Kameraden der Bismarker Feuerwehr eilten mit vier Fahrzeugen und über 20 Einsatzkräften in die nur wenige Meter vom Gerätehaus entfernte Bahnhofstraße. Weitere Kräfte aus Kläden und Könnigde wurden hinzugezogen, so dass an dem Einsatz insgesamt 41 Kameraden beteiligt waren.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil das Dach mit Holz und Schindeln genagelt war. So mussten sich die Einsatzkräfte mit einer Kettensäge einen Zugang zum Dach verschaffen. In der eng bebauten Bahnhofstraße hatten zudem die Nachbarn und Anwohner Angst um ihre Häuser sowie um die in der Straße abgestellten Autos.

In den ersten zwei Stunden der Löscharbeiten hatten die Wehren das Ziel, sich Zugang zum Dach von außen und über die Treppenhäuser der Nachbareingänge zu verschaffen. Der dichte Rauch verhinderte das aber fortwährend. Die Löscharbeiten waren nur mit schwerem Atemschutz möglich. Immer wieder mussten die leeren Pressluftflaschen durch die Kameraden gewechselt werden, um einsatzbereit zu sein.

Bis in den frühen Morgen dauerten die Löscharbeiten in der Bahnhofstraße 10 in Bismark an. Die Kripo beschlagnahmte das Brandobjekt und nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Um 5 Uhr wurde die Anzahl der Einsatzkräfte reduziert, um 10 Uhr erfolgte der Austausch der Brandwache. Gestern Vormittag nahm ebenfalls noch einmal die Spurensicherung ihre Arbeit auf.

   

Bilder

 

Bismark: Wohnhaus in Flammen

Bismark. In Bismark ist in der Nacht zu Montag ein Wohnhaus ausgebrannt. Alle fünf Bewohner konnten sich rechtzeitig retten. Den Schaden schätzt die Polizei auf bis zu 100.000 Euro.