Stendal l Wenn es nach dem Stadtentwicklungsausschuss geht, wird das Parken auf dem Sperlingsberg bald der Vergangenheit angehören. Mehrheitlich lehnte das Gremium die Vorlage der Verwaltung ab, die vorsieht, die Stellplätze an der Sperlings-Ida zu erhalten.

"Unsere Fraktion lehnt die Beibehaltung ab und ist für eine generelle Sperrung, bis auf die Behindertenparkplätze", sagte Reinhard Weis (SPD). Es sei ein sehr schöner Platz, der einzige in Stendal mit einem Springbrunnen. Natürlich verstehe er die Kaufleute in der näheren Umgebung, die das Parken begrüßen. "Aber warum sollten sie gegenüber den weiter entfernten Händlern in der Fußgängerzone bevorzugt werden", entkräftete er das Argument.

"Wie wollen Sie denn aber verhindern, dass dort andere parken, wenn sie durchaus berechtigt den Behinderten das Parken dort erlauben", fragte Norbert Kammrad (CDU). Das sei zwar ein Problem, letztlich aber auch kein Argument dafür, die Stellplätze zu erhalten, entgegnete Weis.

"Es sind Fördermittel für die Gestaltung des Platzes geflossen, die Autofahrer veranstalten dort regelmäßig ein Chaos und wir wollen die Stadt doch auch im Bild erhalten", sagte Katrin Kunert (Die Linke). Auch Astrid Bleißner (FDP) sprach sich gegen das Parken aus. Dass dann Bußgelder für Falschparker entfallen würden, ließ sie auch nicht gelten. "Dann könnten sich die Politessen doch einmal darum kümmern, wie viele Behindertenparkplätze missbraucht werden", sagte sie.

Dirk Hofer (CDU) hingegen meinte, dass die Parkplätze für eine Belebung der südlichen Breiten Straße gesorgt haben. "Vor fünf bis sieben Jahren haben wir uns um den Abschnitt noch Gedanken gemacht, das ist jetzt nicht mehr nötig", sagte er. Wenn man mit Filialisten, die man in die Stadt bekommen will, unterwegs ist, hoffe man auf zwei Sachen: schönes Wetter und Parkplätze in der Nähe. Die Fraktion sei sich allerdings noch nicht einig, werde sich bis zum Hauptausschuss für eine Richtung entscheiden.

So enthielten sich die fünf Ausschussmitglieder der CDU, während SPD (2), Die Linke (2) und die FDP (1) dagegen stimmten.