Die Fotoaktion "Altmark Hochzeit" geht in eine neue Runde. Zum Auftakt stellen wir Ihnen das Gewinnerpaar 2013 vor: Christin und Manuel Frieseke. Getroffen haben sie sich im Internet.

Stendal l Sie müssen beide darüber lachen, wenn sie sich an die Situation erinnern, wie er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. "Das kam so ganz nebenbei", erzählt Christin Frieseke, "wir waren gerade in Magdeburg einkaufen, da stößt mich Manuel so von der Seite an und fragt: Willste mich heiraten?" Sie erwiderte erstmal "Geht\'s nicht ein bisschen netter?" und sagte dann aber unumwunden "Ja". Aber so sind sie: Er ohne große Worte, überhaupt nicht romantisch veranlagt; sie immer geradeheraus und offen für klare Worte. Und deshalb wurden auch gleich, wenn man schon mal beim Shoppen war, Ringe gekauft.

Gerade mal ein halbes Jahr kannten sich Christin (27) und Manuel (36), als sie sich am 20. April 2013 in der Heimatstadt der Braut, Wittenberge, das Ja-Wort gaben. "Es war schnell klar, dass wir heiraten wollten", sagt Christin Frieseke, die zuvor, nach negativen Erfahrungen, noch der gegenteiligen Überzeugung war: Nie wieder heiraten und keine Kinder mehr. Aber dann traf sie im September 2012 Manuel im Internet, er hatte sie angeschrieben. "Sie sah sympathisch aus", sagt er. Sie haben sich "ein bisschen hin- und hergeschrieben", dann alsbald telefoniert und schließlich in Stendal zu einem Spaziergang im Tierpark getroffen. Und da hat es dann zwischen beiden endgültig gefunkt. "Obwohl, bei mir eigentlich schon am Telefon", sagt Manuel Frieseke.

Seine Frau erinnert sich: "Es war, als ob wir uns schon Jahre kennen, wir wollten beide das Gleiche, hatten dieselben Vorstellungen vom Zusammenleben. Und er ist sehr kinderlieb, das war mir auch wichtig." Wie ernst es Manuel mit ihr meinte, zeigte er dadurch, dass er extra für sie mit dem Rauchen aufgehört hat. Und sie würde sich so für ihn freuen, wenn sich eines Tages sein größter Traum erfüllt: Einmal den FC Bayern in der Allianz-Arena spielen sehen.

Beide finden: Alles passt. Als ob nie jemand anderes für sie bestimmt gewesen wäre. Christin Frieseke schätzt an ihrem Mann sein Familienbewusstsein und dass er mit beiden Beinen fest im Leben steht. Nur an seinen Ordnungs- und Putzfimmel muss sie sich noch gewöhnen. Andere Frauen würden sie darum beneiden, das hört sie immer wieder. Und er - hat er etwas an ihr entdeckt, was ihn stört? "Sie ist vielleicht ein bisschen streng in der Erziehung. Aber ich mag sie so, wie sie ist, vor allem, dass sie immer sagt, was sie denkt." Und dass sie sich um allen Behörden- und Finanzkram kümmert, dass sie Spaß am Organisieren und Planen hat, weiß er sehr zu schätzen.

Auch Tochter Alina, sieben Jahre alt, ist mit Mamas Wahl sehr zufrieden. Sie mag ihren neuen Papa: "Am besten finde ich, dass er gern mit mir kuschelt", sagt sie mit einem schüchternen Lächeln. Und dass ihre Eltern nun noch ein gemeinsames Kind haben wollen, freut sie sehr. Sie wünscht sich "am liebsten ein Schwesterchen, als Spielfreundin".

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