Leserbrief zum Artikel "Ablenken, Ausweichen, Beschwichtigen" in der Volksstimme vom 30. Januar:

Den Satz, den die Lehrerin da gesagt hat, kann man so nicht stehen lassen. Er ist schlichtweg falsch. Es muss eine Klärung geben. Das ist meine Meinung. In der DDR geschehenes Unrecht, wie Verfolgung und Inhaftierung Andersdenkender, Tote an der Grenze usw. müssen nicht nur im Schulunterricht ausführlich dargestellt und bewertet werden. Das war Unrecht und wird auch immer Unrecht bleiben. Nur die teilweise sehr einseitige Sichtweise und Herangehensweise an dieses Thema ist bedenklich. Da wird Menschen nicht gestattet eine differenziertere Sichtweise zur DDR-Geschichte zu haben. Früher sind Andersdenkende zur Stasi "geladen" worden, um ihnen ihre Meinung auszutreiben. Und heute darf man wieder keine andere (differenziertere) Meinung haben? Wenn da nicht vorsichtig herangegangen wird, hat man schnell jemanden an den öffentlichen Pranger gestellt. Das ist dann auch niedermachen. Wo bleibt da die Freiheit und Demokratie?

Jörg Hosang,
Stendal