Stendal. Ein Testbild – das ist alles, was dem TV-Konsumenten entgegenschlägt, wenn er in diesen Tagen den Offenen Kanal (OK) Stendal einschaltet. Auch der Live-Stream im Internet zeigt lediglich einen schwarzen Monitor. Das Stendaler Stadtfernsehen hat Sendepause – nicht wegen Betriebsferien, sondern zwangsweise.

Ein technischer Defekt hat die Ausstrahlung der Sendungen bis auf Weiteres lahmgelegt. "Es liegt am sogenannten Play-out-System", erklärt Medienassistent Henry Mai auf Anfrage der Volksstimme. Dieses System überträgt die Fernsehsignale über einen Encoder, der sie komprimiert und codiert, zur Telefonleitung. Diese wiederum speist sie über die beiden Kopfstellen der Primacom an der Dr.-Gustav-Nachtigal-Straße und der Telekom an der Kurt-Tucholsky- Straße, wo die Informationen wieder decodiert werden, in die Kabelnetze ein.

Alle Versuche der Techniker, die Störung irgendwie zu überbrücken, sind bisher fehlgeschlagen. Für OK-Mitarbeiter Henry Mai ist es schon erstaunlich genug, dass das System bis vor kurzem funktionierte – immerhin seit 2004, und zwar 24 Stunden am Tag.

Seit Tagen wird fieberhaft nach einem Austauschteil gesucht. Gestern Nachmittag, spätestens heute sollte beziehungsweise soll sich herausstellen, ob der Defekt schnell behoben werden kann. "Wenn ja, können wir Donnerstag um 18 Uhr wieder auf Sendung gehen", sagt Henry Mai.

Die OK-Mitarbeiter bedauern, dass viele Produktionen von Vereinen und anderen Nutzern nicht gesendet werden können.