Mit einem breit gefächerten Programm sind die Eichstedter in die neue Karnevalssaison gestartet. Am Sonnabend feierten die Narren im Dorfkrug ihr diesjähriges Bergfest und hatten das Publikum wieder einmal auf ihrer Seite.

Eichstedt l "Mutti Angela ist seit dem Lauschangriff aufgeregt und traut keinem Handy mehr", erzählte Chefmoderator Roger Leppich am Sonnabend zu Beginn der zweiten Abendveranstaltung im Eichstedter Dorfkrug. Doch er macht sich keine Sorgen um Deutschland, der große Bruder hört ja mit.

Damit die NSA auch die passende Musik bekommt, betraten sogleich die Eichstedter Schotten die Narrenbühne. Zu traditioneller Musik tanzten die Mitglieder des Männerballetts und bewiesen bei der Anfertigung ihrer Kostüme mit Gartenschläuchen, Kerzen und angemalten Verkehrsschildern wieder viel Erfindungsgeist. Damit am Sonnabend auch alles seine Ordnung hatte, war Oberamtsrat Alfred Müller nicht weit und wies die Besucher auf die Notausgänge hin.

Mitte musste sitzen bleiben: Fruchtzwerge eroberten die Bühne

Während die rechte Reihe nach rechts und die linke Reihe nach links die Flucht antreten sollten, war die Mitte aufgefordert, sitzen zu bleiben. Das hatte natürlich seinen Grund, schließlich warteten die Fruchtzwerge draußen, um die Karnevalsgäste mit schwungvollen Choreographien zu beglücken.

Dann mussten die Besucher gut zuhören. Dorfchronist Manfred Meyer fasste mit spitzer Zunge das Jahr 2013 zusammen. Egal ob Pferdeskandal im Februar, seltene Störche im Mai oder eine neue Orgel samt Engel im Dezember, es war immer was los. Doch es gab da auch noch die Geschichte vom verschwundenen Brautstrauß, die gestohlenen Bierkästen und die Begegnung mit der Maus in der Tasche.

Für noch mehr Aufklärung sorgten dann die Ladykracher. Sie präsentierten die wahre Geschichte vom Rotkäppchen. Das Mädchen brachte der Omi keine süßen Speisen, sondern Wein und Gras. "Der Wolf heißt Lars und kommt vom Mars", erklang aus den Lautsprechern. Der Jäger verfehlte ihn, und so verpasste ihm die Oma eine Tracht Prügel.

Karl-Heinz Foltan holte die Gäste in seiner Rolle als Hausmeister wieder in die echte Welt zurück und berichtete den Karnevalisten von seinen Diätplänen. Für musikalische Unterhaltung sorgten im Anschluss die Sänger, die begleitet vom Akkordeon, wieder für Stimmung sorgten.

Ein weiterer musikalischer Leckerbissen war das Duett Roy Black und Anita, die von Sigrid Schwerin und Yvonne Hoffmann gespielt wurden. Das i-Tüpfelchen war dabei eine menschliche Sonne.

Für noch mehr Tanzlust sorgten dann die Ladykracher in Westernkleidung. Zum krönenden Abschluss des Karnevalsabends kamen die Uchtemäuse als Piratencrew auf die Bühne. Bevor der DJ die Tanzparty eröffnete, wurden die Gäste mit einem Luftballonregen überrascht.

Wer die zweite Veranstaltung verpasst hat, sollte sich den nächsten Sonnabend vormerken. Restkarten dafür gibt es noch unter 039388/97999.

   

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