Zu den Lego-Tagen lud die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde am Wochenende ein. Rund 30 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren kamen ins Gemeindehaus und ließen eine Stadt aus Legosteinen entstehen.

Stendal l X-Box, Playstation, Spiele-Apps - sie scheinen die Kinderzimmer von heute zu beherrschen. Doch dass der Klassiker Lego seine Faszination auch im Jahr 2014 nicht verloren hat, bewiesen die Lego-Tage am vergangenen Wochenende im Gemeindezentrum an der Bahnhofstraße. Unter dem Motto "Wir bauen eine Stadt aus Lego" hatte die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Kinder von 8 bis 14 Jahren eingeladen und rund 30 begeisterte Bastler kamen.

"Wir haben hier 120 Bausätze aus denen die Stadt entsteht", erklärte Samuel Kloft. Der Gemeindereferent vom Verein Lebendige Steine, den die Kinder alle nur "Sam" nennen, hatte die Veranstaltung bereits zum dritten Mal organisiert. Zuvor war die Juri-Gagarin-Grundschule Baustelle für die Lego-Stadt gewesen. "Es gibt einen Verein in der Nähe von Köln, der diese Lego-Städte verleiht", sagte er. Sechs verschiedene gebe es davon in Deutschland und die seien praktisch immer ausgebucht. Die Stadt, die Kloft nach Stendal holte, hat so ziemlich alles, was man in einer Metropole braucht: Flughafen, Bahnhof, zwei Fußballstadien, aber auch einen Vergnügungspark, einen Ponyhof und einen Bauernhof.

Alles nach Anleitung zusammengesteckt

Kloft selbst ist seit Kindheit begeisterter Lego-Fan. "Mein Vater hat in meiner Kindheit immer zur Adventszeit eine Stadt gebaut", erinnerte er sich. Bis zum Januar durften die Kinder dann damit spielen, das war immer ein großer Spaß.

So wie am Wochenende für den elfjährigen Markus, der ein Fußballstadion zusammenbaute. "Erst mussten die Grundplatten aneinandergesteckt, dann nach Anleitung die grünen Rasenplättchen draufgesteckt werden, danach kamen Anzeigetafel, Bande, Spieler und Tore", beschrieb er. Dass er sich fürs Stadion entschied, war kein Zufall, schließlich spielt er bei Lok Stendal.

Besichtigungszeit für eine Stunde

Dominik (13) entschied sich für den Flugplatz, denn "Flugzeuge sind einfach cool". Zusammen mit seiner Schwester Alexandra (11) hat er zwar auch zu Hause Lego, aber dort bauen die beiden nicht so viel. Ganz anders als am Wochenende. Allerdings wurde nicht nur gebaut, sondern es wurden auch Lieder gesungen und Geschichten aus der Bibel erzählt - dargestellt mit Lego-Figuren. Gestern dann wurde die Lego-Stadt nach dem Gottesdienst vorgestellt. Für eine Stunde. Dann ging es wieder ans Abbauen, denn die Stadt zieht weiter, wird schon an anderer Stelle erwartet - von Kindern, die eben nicht nur X-Box, Playstation und Spiele-Apps kennen.

 

Bilder