Mahlwinkel l Im Rückblick auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr zog Mahlwinkels Ortswehrleiter Marco Schönrock jetzt eine durchaus positive Bilanz. Zwar hat die Zahl der aktiven Kameraden im Gegensatz zum Vorjahr abgenommen, noch sind aber 17 Mitglieder der Wehr im aktiven Dienst, darunter drei Frauen.

In der Jugendwehr kann Mahlwinkel fünf Mitglieder vorweisen, in der Alters- und Ehrenabteilung immerhin zehn. Unterstützt wird die Wehr von 12 fördernden und passiven Mitgliedern, Probleme zeigen sich allerdings in der Tageseinsatzbereitschaft.

Gut ausgebildete und geschulte Kameraden

"Da unsere Wehr mit modernster Technik ausgestattet ist, erfordert dies gut ausgebildete und geschulte Kameraden", resümierte Marco Schönrock und bescheinigte den Kameraden eine umfangreiche Teilnahme an verschiedensten Ausbildungen vom Fahrsicherheitstraining bis zu Speziallehrgängen. Nachholbedarf sieht er noch beim Atemschutz.

Am 10. April rückte die Mahlwinkler Wehr erstmals im vergangenen Jahr aus. Eine Ölspur musste in der Bertinger Straße beseitigt werden. Der zweite und dramatischere Einsatz des Jahres begann am 5. Juni um 15 Uhr und endete erst gut vier Tage später. Gemeinsam mit vielen Wehren der umliegenden Orte, der Bundeswehr, dem THW, vielen freiwilligen Helfern, der Wasserwacht und anderen Hilfsorganisationen kämpften Mahlwinkels Kameraden gegen die Fluten des Jahrtausendhochwassers an der Elbe. Einsatzorte waren Zielitz, Rogätz und Bertingen. Für den Einsatz fast aller Mitglieder dankte Schönrock noch mal öffentlich. Zum letzten Einsatz 2013 ging es am 10. Juni - wieder musste eine Ölspur in der Bertinger Straße beseitigt werden.

Doch neben dem Einsatzgeschehen bereicherten die Kameraden auch das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Ort: Das Osterfeuer des Sportvereines sicherten sie ab und zu Pfingsten starteten sie beim Boßelwettkampf in Bertingen. Auch ein Kinderfest und das Sommerfest des Heimatvereins Mahlwinkel unterstützten die Feuerwehrleute am Grill.

Am Schlauchbootrennen in Heinrichsberg nahmen sie gleich mit zwei Mannschaften teil und im September unterstützten sie den "Tag der Technik Show" bei der Panzer-Power Mahlwinkel. Zum Tag der Deutschen Einheit gab es einen Fackelumzug durch das Dorf und im Anschluss entzündeten die Kameraden das Oktoberfeuer, diesmal direkt vor der Feuerwehr in Feuerschalen.

Ein besonderes Dankeschön richtete Schönrock nicht nur an alle Aktiven und Helfer, sondern auch an die Partner der Kameraden und Kameradinnen, an Förderer und Unterstützer sowie an Gemeindearbeiter Norbert Peschtrich, den Gemeinderat in Angern, die Verbandsgemeinde Elbe-Heide sowie den Gemeindewerhrleiter und Bürgermeister Egbert Fitsch. Letzterer bedankte sich bei allen Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und bei den Partnern für ihr Verständnis. Auch Jugendwart Erik Niendorf zog an dem Abend Bilanz und wünschte sich mehr Zuspruch beim Nachwuchs.

Einen kleinen Denkanstoß an alle, die immer wieder von "saufenden Feuerwehrleuten" reden würden, gab Schönrock an dem Abend mit auf den Weg: "Wir Feuerwehrleute opfern unsere Freizeit für das Wohl von Menschen, Tieren und der Umwelt und das nicht immer ohne Risiko ... Wenn andere Mitmenschen ein Bier trinken, löschen wir vielleicht gerade deren Haus oder schneiden gerade jemanden aus seinem Auto raus!"