Stendal (bb) l Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jörg Hellmuth hat gestern sein Bürgerbüro in Stendal in der Bismarckstraße19 eröffnet. "Es gibt genügend Probleme. Die Leute können gerne mit ihren Anliegen zu mir kommen", sagte Hellmuth bei einem kleinen Empfang, bei dem neben der Bundestagskollegin Marina Kermer (SPD) auch Landrat Carsten Wulfänger (CDU), Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) und weitere Bürgermeister sowie der Bürokollege und CDU-Landtagsabgeordnete Hardy Peter Güssau zugegen waren. In sitzungsfreien Wochen werde er an ein, zwei Tagen immer für Bürger ansprechbar sein, kündigte Hellmuth an. Neben dem Stendaler Büro hat der ehemalige Landrat auch in Salzwedel und in seinem Wohnort Wust ein Büro. Letzteres ist in der Schule und ist das Arbeitsbüro.

CDU-Bundestagsabgeordneter plaudert aus dem Nähkästchen

Beim gestrigen Empfang plauderte Jörg Hellmuth etwas aus dem Nähkästchen und berichtete über seine ersten Wochen in Berlin. Unter anderem habe er gerade das Angebot eines Staatssekretärs aus dem Verteidigungsministerium, im März mit nach Afghanistan zu fliegen. "Da muss ich erstmal eine Nacht drüber schlafen." Auch über für ihn neue Kommunikationsformen sprach er: "Bis da nicht jeder alles gesagt hat, ist nicht Feierabend." Im Innenausschuss, wo es in der vergangenen Woche um den Fall Edathy gegangen sei, sei zehn Stunden lang diskutiert worden. "Es ging ausschließlich darum, wer mit wem telefoniert hat", so Hellmuth. Und mit seinem Fraktions-Chef Volker Kauder sei er im Fahrstuhl ins Gespräch gekommen. Als Kauder erfuhr, dass er 20Jahre Landrat gewesen ist, da habe Kauder nur gesagt: "Und jetzt Bundestagsabgeordneter - davon hätte ich abgeraten."