1000 Euro Preisgeld, ein dreifach ausgezeichneter Schüler und die eigene Begeisterung für Naturwissenschaften: Die Direktorin des Hildebrand-Gymnasiums freut sich über den "Jugend forscht"-Erfolg.

Stendal l Der mit 1000 Euro dotierte "Jugend forscht"-Schulpreis wurde am Donnerstag dem Rudolf-Hildebrand-Gymnasium verliehen. Schulleiterin Anne-Dore Meißner ist auch am Tag danach noch ganz überwältigt: "Das war eine sehr große Überraschung, denn die Konkurrenz war ja groß", sagte sie gestern der Volksstimme. Das Geld wird den Schulpreis-Gewinnern zu einem späteren Zeitpunkt übergeben, aber die Direktorin weiß schon ganz genau, wofür die Schule es gebrauchen kann: "In Technik müssen wir immer investieren, seien es Beamer oder Laptops. So eine Summe verschafft uns auf jeden Fall einen schönen Freiraum."

Besonders gefreut habe sie sich für Otto Edler, der gleich drei Preise abräumte. Und obwohl Meißner als Lehrerin in Biologie und Chemie zu Hause ist, gilt ihre Neugier auch anderen Fachbereichen. So habe sie das Projekt von Otto "am meisten fasziniert". Der 18-jährige Schüler hat eine Software erdacht, mit der man auf Smartphones Internetseiten erstellen und verwalten kann - damit belegte er in der Kategorie Arbeitswelt nicht nur den ersten Platz (die Volksstimme berichtete gestern), sondern bekam zusätzlich den Sonderpreis des Oberbürgermeisters und den Sonderpreis der Firma Graepel Seehausen.

Ihre Freude gelte genauso dem Betreuungslehrer von Otto. "Ohne Leute wie Bernd Fülle, die die Schüler auch außerhalb der Schule unterstützen, gäbe es gar keine Wettbewerbsbeteiligung. Da steckt eine Menge Aufwand dahinter, den Schüler und Betreuer in der Freizeit bewältigen."

Meißner setzt sich stark dafür ein, dass ihre Schule jedes Jahr beim Jungforscher-Wettbewerb dabei ist, inklusive "Schüler experimentieren". "Das beides ist eine schöne Plattform für Schüler, um zu zeigen, was sie können. Und es ist für ihr Selbstbewusstsein wichtig, sie sehen, was man mit Mühe, Fleiß und Hartnäckigkeit erreichen kann."

Sie lege dabei viel Wert auf eigenständige Gedanken. Als Beispiel nennt sie die 16-jährige Laura Puhlmann, die bei "Jugend forscht" mit der "Untersuchung der Kommunikation von Pferden in der Herde" dabei war. Meißner: "Sie hat eigene Untersuchungen gemacht, hat sich viel selbstständig erschlossen."

Um auch andere Schüler zu motivieren, sich mit Ideen und Projekten am Wettbewerb zu beteiligen, bietet Meißner den Klassen jedes Jahr an, sich bei einem Rundgang durch die Projektpräsentation umzusehen und sich für eigene Forschungsvorhaben inspirieren zu lassen.

Mehr Informationen zum Wettbewerb unter: www.jugend-forscht.de