Am Wochenende standen Eltern, Großeltern und Verwandte wieder eine gute Stunde vor Öffnung der "37. Kinderkleiderbörse von Eltern für Eltern" Schlange, um gute gebrauchte Kindersachen zu erhaschen. Im 19. Jahr des Bestehens gibt es in Tangerhütte sogar noch Helfer der ersten Stunde.

Tangerhütte l Mit 115 Anbietern war die erste Kinderkleiderbörse in diesem Jahr mehr als gut ausgelastet. Kleidung, Babyzubehör und Fahrzeuge lockten Kauflustige an. So wie Inga Beckmann aus Gardelegen, die mit Söhnchen Eric und Schwester Susan Havelberg aus Schernebeck zum Stöbern gekommen war.

Qualitativ Hochwertiges wird in Tangerhütte zum kleinen Preis angeboten und das zieht Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung an. Auch unter den 15 ehrenamtlichen Helfern sind nicht nur Tangerhütter. Jean Zepernick aus Schönhausen, die selbst seit vielen Jahren für die Börse mit im Einsatz ist, hatte auch schon Tochter Rieka (9) als Verstärkung mitgebracht.

"Es macht einfach Spaß, die Sachen zu sortieren und anzuschauen", sagt sie. Ähnlich geht es wohl auch der 15-jährigen Manon Schwaneberger. Auch ihre Mutter, Kati, gehörte viele Jahre lang zum festen Helferstamm der Börse. Und Andrea Peters, die einst Jean Zepernick mit zur Börse "von Eltern für Eltern" brachte, ist selbst schon seit 2006 mit dabei.

Weil es im kommenden Jahr 20 Jahre werden, in denen zumeist Mütter die Börse mit gut erhaltenen Sachen organisieren, wird jetzt die Chronik aufgearbeitet. Begonnen wurde sie noch von Pfarrersfrau Gunhild Heinrich, die vor 19 Jahren auch die Börse initiierte.

Gunhild Heinrich hat Bleibendes hinterlassen

Sie organisierte damals die Krabbelkäfergruppe im Gemeindehaus und brachte so unter anderem Andrea Peters zur Kleiderbörse. Gunhild Heinrich, die 2009 mit ihrer Familie nach Salzwedel ging, hat Tangerhütte etwas Bleibendes hinterlassen. Diese Form der Kleiderbörse hat inzwischen Schule gemacht und wird beispielsweise in Lüderitz ähnlich organisiert.

Andrea Peters entdeckte beim Stöbern in der Chronik noch manches bekannte Gesicht, darunter auch das von Sandra Ließmann. Sie saß am Wochenende in der Küche des evangelischen Gemeindehauses und klebte mit Unterstützung der Jugendlichen die Verkaufsnummern auf die jeweiligen Karteikarten für jeden Anbieter. Sandra Ließmann ist eine der Mütter, die schon bei der allerersten Kleiderbörse 1995 mit dabei waren.

Für alle, die besonders früh da waren, gab es schon den ersten Kaffee vor der Tür. Denn mit einen Kuchenbasar, der neue Spielsachen für den Nachwuchs ermöglichen soll, hatten sich Eltern der Tagesstätte "Friedrich Fröbel" dort aufgebaut. 18 Mütter hatten gebacken, Teller Gabeln und Becher sponserte das Bertinger Feriendorf.

 

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