Kommunalpolitikern sowie Vertretern aus der Wirtschaft und verschiedenen Institutionen wurde am Dienstag im Sitzungssaal des Land-ratsamtes die neue Marketingkampagne für die Altmark detailliert vorgestellt.

Stendal l "Wenn man nicht aneckt, bringt es nichts", lautet die Überzeugung von Bärbel Boy. Und mit ihrer Kampagne für die Altmark ist sie kräftig angeeckt. Bei einer Informationsveranstaltung im Sitzungssaal des Landratsamtes erklärte die Agenturchefin Bärbel Boy wie es zu der Kampagne kam, die nach ihrer ersten Präsentation vor allem wegen ihres Mottos im Kreuzfeuer der Kritik stand. "Die Altmark - Grüne Wiese mit Zukunft", damit konnten sich nicht alle nach der Präsentation zum Neujahrsempfang anfreunden.

Kritische Stimmen nicht zu hören

"Eine Assoziation mit einem anonymen Bestattungsfeld oder dem Getränk findet andernorts gar nicht statt", zeigte sie sich überzeugt. Kritische Stimmen bleiben im Sitzungssaal auch aus, lediglich nach Details wurde gefragt. Am meisten interessierte allerdings, wie es mit der Kampagne konkret weitergehen soll. Das erläuterte der Chef des Darmstädter Beratungsunternehmens Sprint, Sebastian Elbe. Er favorisierte zwei Modelle. Zum einen die Fusion von Regionalverein und Tourismusverband Altmark, zum anderen die Gründung einer Gesellschaft, in der die beiden Gesellschafter sind. Welcher Weg eingeschlagen wird, werden demnächst Gespräche zwischen dem Vorsitzenden des Regionalvereins, dem Bundestagsabgeordneten Jörg Hellmuth, und des Tourismusverbandes, Salzwedels Landrat Michael Ziche, zusammen mit dem Vorsitzenden der Regionalen Planungsgemeinschaft, Stendals Landrat Carsten Wulfänger (alle CDU), zeigen.

In unterschiedlichen Phasen wird die Kampagne als langfristiges Projekt angelegt sein. Am kommenden Wochenende werden Narzissen auf der Internationen Tourismusbörse in Berlin verteilt, gleichzeitig werden großformatige Plakate, beispielsweise in Hamburg und Berlin, aber auch in der Altmark selbst geklebt. Später in diesem Jahr folgen sogenannte Autobahnplakate an den Zufahrtsstraßen in die Altmark und Postkarten mit Kampagnenmotiven in Szenekneipen der Region. Finanziell ist die Kampagne gut abgesichert, mindestens 100000 Euro werden in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Wulfänger erklärte, dass es 50000 Euro aus der Rücklage des Regionalvereins gibt, eine Beteiligung des Altmarkkreises und Initiativen aus der Wirtschaft. "Für eine Kampagne braucht man einen langen Atem, die Lebensdauer beträgt ungefähr zehn Jahre, ein Jahr wäre Geldverschwendung", sagte Bärbel Boy.

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