Stendal l Zwei Tage nachdem sie sich beim politischen Aschermittwoch über die Rede von Innenminister Holger Stahlknecht amüsiert hatten, wurde es an gleicher Stelle für die Christdemokraten ernst. Am Mittwochabend nominierten sie im Schwarzen Adler ihre Kandidaten für die Kreistagswahl. "Wir sind jetzt in drei Wahlbereiche aufgeteilt und ich danke Marcus Graubner und Jörg Hellmuth, die bei der Suche der geeigneten Kandidaten aus den Bereichen geholfen haben", sagte Kreisvorsitzender Wolfgang Kühnel.

Kandidatenzah ergibt sich aus Kreistagsmitgliedern

Die CDU ist derzeit mit 48 Mitgliedern im Kreistag vertreten. Das bedeutet, es dürfen 16 Kandidaten pro Wahlbereich plus jeweils drei weitere Bewerber nominiert werden. Und dieses Kontingent wurde bei der Nominierungsveranstaltung auch ausgeschöpft. In den drei Wahlbereichen, Stendal, Osterburg-Bismark, Elbe-Havel-Tanger, wurde getrennt gewählt.

Zwei Stimmen an 100 Prozent vorbei

Spitzenkandidat im Wahlbereich I ist Wolfgang Kühnel, der mit 79 von 81 Stimmen 98 Prozent auf sich vereinte. Ganz oben auf der Liste im Wahlbereich II steht Eike Trumpf. Er erhielt 74 von 79 gültigen Stimmen, somit rund 94 Prozent. Bundestagsabgeordneter und Ex-Landrat Jörg Hellmuth musste sich mit einem eher schmalen Ergebnis zufriedenstellen. 64 von 81 Stimmen bedeuten für den Spitzenmann aus dem Wahlbereich III gerade einmal 79 Prozent.

Die CDU fühlt sich nun gut gerüstet für den Wahlkampf. Vor der Versammlung wurden schon Porträtfotos von den einzelnen Kandidaten für Werbematerial geschossen, außerdem entstanden Gruppenbilder für die einzelnen Wahlbereiche.

Prominente Kreistagsmitglieder wie Gerd Schlaak oder Rudolf Opitz treten nicht wieder an. "Wir werden nicht zu viel versprechen", versprach Kreisvorsitzender Kühnel. Es sei ihnen allen bewusst, dass die Kassen leer sind, kaum Geld verteilt werden kann und deswegen große Investitionen nicht angekündigt werden können. "Wir wollen uns aber dafür einsetzen, dass möglichst viele freiwillige Leistungen erhalten bleiben", sagte er. "Dazu gehören soziale Einrichtungen und Kulturelles wie das Theater".

Zum Abschluss gab es noch die Nationalhymne, "Einigkeit und Recht und Freiheit" statt "Alte Kameraden" wie zwei Tage zuvor.