Nach dem Hochwasser vom Juni 2013 wurden von der Stadtverwaltung Tangermünde 21 Maßnahmen erfasst und zum Großteil dafür auch schon Fördermittel beantragt. Wie es mit der Beseitigung der Schäden weitergehen soll, erklärte jetzt Thomas Stagneth von der Verwaltung.

Tangermünde l Gibt es für all die beschädigten Stellen in und um Tangermünde in diesem Jahr tatsächlich Fördermittel, dann werden die nächsten Monate zu einer bauintensiven Zeit in der Stadt.

Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr berichtete Sachgebietsleiter Thomas Stagneth vom Stand der Beantragung von Fördermitteln für die Beseitigung von Hochwasserschäden.

"Bis Ende 2016 muss alles abgerechnet sein."

Sachgebietsleiter Thomas Stagneth

"21 Maßnahmen wurden von uns erfasst. Dafür sind inzwischen auch zu einem Großteil Fördermittelanträge gestellt worden, für die wir wiederum auch schon die Bewilligungsbescheide haben", erklärte Stagneth. Die Verwaltung plane die Arbeiten zur Sanierung der beiden Bootshäuser und der Versorgungssäule am Caravanparkplatz noch im März auszuschreiben. Im April würden die Sanierung der Hafenpromenade sowie des Eichenweges (parallel) zum Onkel-Toms-Hütte-Deich) ausgeschrieben werden, im Mai dann die Projekte Elberadweg, Stadtmauer und verschiedene Radwegeabschnitte in den Ortsteilen von Tangermünde.

Allein die Sanierung des defekten Elberadweges würde etwa 200 000 Euro kosten. Hier müssten 7200 Quadratmeter Asphalt erneuert werden, verriet Thomas Stagneth Details. An der Hafenpromenade seien durch das Hochwasser im Juni 2013 Bastionen und Pflasterflächen auf dem großen Parkareal beschädigt worden, aber auch die Zufahrt zum Tangerparkplatz und Bepflanzung.

Für die Sanierung der Stadtmauer im Bereich des Hafens würden nach ersten Schätzungen 50 000 bis 60 000 Euro benötigt werden. Hinzu kommt, dass nach dem bislang höchsten gemessenen Elbehochwasser auch die Toranlage zur Roßfurt stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und nun saniert werden soll.

In der Stadt und auch in den Ortsteilen haben während der Hochwasserzeit zahlreiche kleine Brücken längere Zeit unter Wasser gestanden und hätten dadurch erheblichen Schäden genommen. "Da die Untersuchungen zu den Schäden hier wesentlich aufwendiger sind, die Erstellung der Projekt längere Zeit in Anspruch nimmt, sind die Maßnahmen nicht für 2014, sondern erst für 2015 vorgesehen", sagte Thomas Stagneth. Zeit dafür sei vorhanden. "Bis Ende 2016 müssen alle Maßnahmen abgerechnet sein."

Nachträglich beantragt wird jetzt noch die Sanierung zweier Wege in der Köckter Gemarkung.

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