Im vergangenen Herbst hielt eine Einbruchsserie zwischen Arnimer Damm und Haferbreiter Weg die Polizei auf Trab. Auch in diesem Jahr hat es schon mehrere Einbrüche gegeben. Ein Zusammenhang ist nicht ausgeschlossen.

Stendal l Lerchenweg, 19. Februar: In ein Einfamilienhaus wird eingebrochen. Die Täter zerschlagen die Scheibe einer Terrassentür, es wird nichts gestohlen.

Uchtedamm, zwischen 21. und 22. Februar: Einbruch in ein Einfamilienhaus, die Täter dringen durch ein eingeschlagenes Fenster ein, im Kinderzimmer leeren sie Spardosen, stehlen Bargeld.

Nachtweide, zwischen 2. Februar und 6. März: In ein Einfamilienhaus wird eingebrochen. Die Täter durchwühlten mehrere Schränke, sie entwenden zwei goldene Ringe. Der Einbruch wurde erst am 6. März festgestellt, da die Bewohner längere Zeit nicht im Haus waren.

Tatverdächtiger ohne Diebesgut

Drei Einbrüche im Gebiet zwischen Arnimer Damm und Haferbreiter Weg. Schon im Herbst vergangenen Jahres hielt eine Einbruchsserie im gleichen Stadtbereich die Polizei auf Trab. Allein am ersten Septemberwochenende wurden sechs Einbrüche registriert. Zuvor hatte es schon von Mitte 2010 bis zum Februar 2011 eine Serie gegeben, in deren Verlauf 30 Einbrüche verübt wurden.

Die Einbrüche in Stendal waren auch nicht die einzigen im Bereich des Stendaler Polizeirevieres in diesem Jahr. So wurde zwischen dem 24. und 25. Januar in Tangermünde in ein Haus An der grünen Kuhle eingebrochen. Die Beute hatte einen Wert von mehreren tausend Euro. Am 3. Februar wurde in ein Haus am Wulkauer Weg in Sandau eingebrochen. Ein Zeuge hatte ein verdächtiges Fahrzeug bemerkt. Die Polizei nahm einen 20-Jährigen fest, bei dem zwar Einbruchswerkzeug, aber kein Diebesgut gefunden wurde. Die Ermittlungen laufen noch.

Wenn auch große Entfernungen zwischen den Tatorten liegen, so kann es sich dennoch wiederum um eine Einbruchsserie handeln. "Einbrüche werden grundsätzlich auf einen Zusammenhang überprüft", sagte Polizeisprecher Marco Neiß. Eine Distanz von 10, 20 oder 30 Kilometern schließe nicht aus, dass es sich um dieselben Täter handelt.

Der aufmerksame Sandauer ist für Neiß ein gutes Beispiel dafür, dass Einbruchsschutz manchmal gar kein Geld kosten muss, auch wenn es in diesem Fall zu spät war. "Eine intakte Nachbarschaft kann Einbrüche verhindern", sagte er. Wer verdächtige Fahrzeuge beobachtet oder Personen, die sich auffällig verhalten, sollte das umgehend der Polizei melden. Natürlich sind auch Sicherungsmaßnahmen an Türen, Fenstern und Rolläden ein wichtiger Schutz. "Die Anzahl der Einbrüche ist gering", sagte Neiß, "die Wirkung auf die Betroffenen aber traumatisch."