Luis Motejat ist spitze! Die Bismarker wählten den Fußballer aus den Reihen des TuS "Schwarz-Weiß" zum diesjährigen Lokalmatador. Noch weitere Urkunden und Pokale gab es im Rahmen des Sportlerballs am Sonnabend, der wie gewohnt von der Volksstimme unterstützt wurde.

Bismark l Selbst wenn Sportler feiern, lassen sie die Rekorde nicht aus den Augen. Gleich mehrere davon wurden im Vorfeld des diesjährigen Sportlerballs des TuS "Schwarz-Weiß" Bismark aufgestellt. 180 Eintrittskarten wurden im Vorverkauf an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht. "So viel wie noch nie", freute sich der Vereinsvorsitzende Lars Thormann über die Resonanz.

Bisher unerreichte Ergebnisse brachte auch die Wahl des beliebtesten Sportlers der Stadt, im Rahmen der von der Volksstimme unterstützten Aktion "Du bis spitze!" 1729 Stimmzettel lagen in der Wahlurne, "so viel wie noch nie", konnte Thormann wiederum feststellen. 971 Bismarker hätten sich im Vorjahr an der Aktion beteiligt, nannte er eine Vergleichszahl.

Im Vorjahresvergleich war auch das aktuelle Ergebnis eindeutig. Der Fußballer Luis Motejat konnte allein 514 Stimmen für sich verbuchen und damit wurde er klarer Lokalmatador. Für seine Vorgängerin, die Tischtennis-Spielerin Marah Salomo, war das Ergebnis dagegen denkbar knapp. Mit nur einer Stimme mehr erklomm sie vor zwölf Monaten das Siegertreppchen.

Silberne Ehrennadel für Frank Henze

Ihren Sportler des Jahres konnten die Ballgäste im Laufe des Abends wählen. 174 Stimmen wurden abgegeben, 54 davon für Vanessa Grenda. Damit siegte die Badminton-Nachwuchsspielerin mit fünf Punkten Vorsprung vor der Fußball B-Jugend. Mit 30 Stimmen schaffte es die Volleyball-Damenmannschaft auf Platz drei. Damit waren noch lange nicht alle Pokale, Urkunden und Blumensträuße verteilt. Für besondere Verdienste um ihre Sektion beziehungsweise den Verein wurden Ariane Schweneke (Leichtathletik), Philipp Grempler, Michael Borchert, Karola und Ralf Kujawski (alle Fußball) sowie die beiden Badminton-Spielerinnen Mandy Katzke und Jacqueline Motejat geehrt. Präsente gab es darüber hinaus für langjährige Mitgliedschaften. In den Genuss kamen Christian Müller (Fußball) und Arne Timme (Volleyball) für 20 Jahre, Erika Zimdars (Kegeln) für 30 Jahre sowie Dirk Kannengießer (Kegeln) für 40 Jahre.

Sichtlich gerührt war TuS-Vorstandsmitglied Frank Henze. Simone Räppold und Uwe Leschkowski von der Sektion Badminton hielten eine Laudatio auf den Trainer und überreichten ihm anschließend die Ehrennadel des Landessportbundes in Silber.

Seine Laudatio auf eine besondere zu ehrende Person begann Lars Thormann mit einem Zitat von Theodor Fontane: "Die Talente sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und Charakter liegen die Unterschiede." Der Vereinsvorsitzende machte es spannend, hob in seiner anschließenden Rede Fleiß und Charakterstärke der zu ehrenden Person hervor bis er die Katze aus dem Sack ließ. Doreen Motejat erhielt nach 2010 den zweiten Sport-Oscar, der in der Geschichte des TuS Bismark vergeben wurde.

Verantwortlich für die Organisation des diesjährigen Sportlerballs war die Sektion Badminton. Festlich und im Walzertakt eröffneten die Mitglieder diesen Abend. Auf diese Abteilung und ihre aktuellen Erfolge ging Tormann nach seiner Begrüßung auch als erstes ein. Er würdigte die Leistung der Badminton-Jugend auf Landesebene. Bis zu 80 Teilnehmer werden gezählt, wenn in Bismark Turniere im Jugendbereich veranstaltet werden.

Aushängeschild der Tischtennis-Spieler sei die erste Männermannschaft. Seit 2013 auf Platz zwei der Verbandsliga würden die Herren in diesem Jahr um den Klassenerhalt kämpfen. Unter den Volleyballern hob der Vereinsvorsitzende die erste Damenmannschaft, Kreispokal- und Staffelsieger hervor. Die Fußballer seien die größte Sektion im TuS. Erste und zweite Männermannschaft kämpfen um Klassenerhalt in Landesliga beziehungsweise Kreisoberliga. Auch die A-Jugend sei in der Landesliga gut unterwegs und die B-Jugend wird als Staffelsieger um den Aufstieg von der Verbandsliga in die Landesliga kämpfen. Ziel der C-Jugend 2014 sei der Klassenerhalt in der Landesliga. Doppelt besetzt und auf Kreis- und Landesebene erfolgreich seien auch die Mannschaften der F- bis D-Jugend.

Ein Dank an die Ortschaft Bismark

Die Kegel-Sportler konnten ebenfalls ihre Spielklasse im Land bestätigen. Auch die Leichathletik unter dem Dach des TuS nahm "eine tolle Entwicklung", so Thormann. Nicht unerwähnt ließ er die Sektionen Linedance, Courtmaster und Aerobic, die zwar nicht wettkampfmäßig unterwegs seien, aber für die Entwicklung des Breitensports große Bedeutung hätten.

Mit einem Haushalt von über 100 000 Euro würde der TuS finanziell auf sicheren Beinen stehen, wechselte Lars Thormann das Thema. Zu verdanken sei diese zu einem Großteil den Sponsoren und Spendern. Aber auch die Ortschaft Bismark ließ der Vereinsvorsitzende nicht unerwähnt.

Jahrelang hätte die Stadt Bismark ihre Sportler moralisch und auch finanziell unterstützt. Ab 2015 habe aber die Ortschaft keinen eigenen Haushalt mehr. Es könne nur gehofft werden, dass der neu zu wählende Stadtrat der Einheitsgemeinde dem Sport ebenfalls eine große Bedeutung beimisst.

Die insgesamt 461 TuS-Mitglieder bedienen die unterschiedlichsten Sportarten. Die Artistik mit dem Springseil gehört nicht dazu. Wie das geht, zeigten gleich zweimal im Laufe des Abends die jungen Sportlerinnen und Sportler aus dem brandenbugischen Beelitz.

   

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