Von Nadin Hänsch

Stendal l Wie es sich wohl anfühlt, auf einmal 80 zu sein? Die Antwort auf diese Frage konnten die Berufsschüler des IWK vor kurzem im Jenny-Marx-Heim am eigenen Körper erfahren. Die Schüler der Altenpflegeklasse organisierten auf Anregung der Heimleitung einen Thementag zur "Sturzprophylaxe" im Altenheim.

Im Rollstuhl und mit Krücken den Alltag meistern

Höhepunkt der Veranstaltung war ein Alterssimulator, der von einem Sanitätshaus in Stendal zur Verfügung gestellt wurde. Ziel war es, das Bewusstsein für die alltäglichen Probleme im Alter zu schärfen.

"Die Schüler können mit Krücken, einem Rollator und einem Rollstuhl ausprobieren, wie viele Hindernisse ein älterer Mensch im Alltag überwinden muss", erzählt die Dozentin für Psychologie und Pädagogik am IWK, Dörte Metelmann. Die Berufsschüler hatten Infotafeln für die Besucher angefertigt, auf denen die Folgen von Stürzen erklärt waren.

Den Heimbewohnern gefiel die Veranstaltung. Sie beobachteten die Schüler beim Ausprobieren des Simulators und des Rollstuhls. Die jungen Testpersonen merkten schnell, wie schwierig es im Alter sein kann, eine Bordsteinkante zuüberwinden.

Auch die Dozentin fand es toll, den Schülern die Praxis und nicht nur die Theorie aus dem Lehrbuch, nahezubringen. Neben den Berufsschülern und Interessierten nahmen auch Schüler der Commenius-Schule am Thementag teil.