Das integrierte Stadtentwicklungskonzept 2025 ist beschlossene Sache. Der Stadtrat verabschiedete einen entsprechenden Beschluss während der jüngsten Ratssitzung am Mittwoch.

Tangermünde l "Wichtig bei diesem Konzept ist es, in den nächsten Jahren an dessen Fortschreibung zu arbeiten", sagte Jörg Jensen vor der Beschlussfassung. In den Wochen zuvor war das umfangreiche Papier in mehreren Ausschüssen und auch während einer öffentlichen Einwohnerversammlung vorgestellt und beraten worden. "Das Konzept zeigt die Stärken und Schwächen der Stadt auf", sagte Jensen weiter. "Und die Ortsteile sind, wie die Bürgermeister der Ortsteile schon sagten, darin zu kurz gekommen." Aus diesem Grund sei es wichtig, dieses Papier für die Zukunft als Leitfaden, allerdings nicht als Dogma zu sehen.

"Grundstückseigentümer müssten 90 Prozent der Kosten tragen."

Bürgermeister Rudolf Opitz

Im Zuge der Beratungen zum Stadtentwicklungskonzept hatten sich sehr wenige Einwohner beteiligt. Andererseits hatten die Leiter beider Wohnungsunternehmen der Stadt etliche Anregungen gegeben, was mit aufgenommen werden könnte, um die Stadt mit Blick auf die zu erwartende Einwohnerentwicklung attraktiv und lebenswert zu gestalten.

Bürgermeister Rudolf Opitz berichtete während der Ratssitzung von einem Schreiben, das Anwohner des westlichen Lorenzschen Feldes an die Stadt gerichtet hatten. Mit einer Unterschriftenliste hätten sie ihrer Forderung danach Ausdruck verliehen, einen Radweg entlang der Heerener Straße in Richtung Stadt zu bekommen und den Verbindungsweg zwischen beiden Wohnarealen des Lorenzschen Feldes zu erneuern. "Der Verbindungsweg", erklärte Opitz, "ist vor Jahren von Mitarbeitern der Gesellschaft für Arbeitsförderung und Sanierung angelegt worden." Der Zustand sei nicht der beste. Doch hier könne etwas verändert werden, "damit der Weg auch mit dem Rad befahren werden kann". Viel schwieriger sei die Sache mit dem Radweg. Da die Straße in Richtung Heeren eine Straße des Landkreises sei, wäre der Kreis dafür zuständig. Und der habe hier keinen Radweg geplant. Wolle die Stadt einen Radweg entlang der Straße bauen, müsste sie diesen auf Grundstücken privater Eigentümer errichten, die dafür wiederum 90 Prozent der Baukosten als Anliegerbeiträge zahlen müssten. "Die Alternative dazu ist eindeutig der Radweg in der Lüderitzer Straße", betonte der Bürgermeister.

Abschließend bat er den Rat um Zustimmung zum Stadtentwicklungskonzept. Es sei die Grundlage für weitere Aktivitäten in der Stadt, machte der Bürgermeister deutlich. "Wenn wir das Konzept im Ministerium vorlegen können, dann ist es möglich, in das Programm Stadtumbau Ost aufgenommen zu werden und auch weiterhin Fördermittel aus dem Topf des Städtebaulichen Denkmalschutzes zu bekommen."

Mit Mitteln aus einem dieser Töpfe erhoffen sich die Tangermünder unter anderem, im nächsten Jahr mit dem Bau der Sporthalle in der Tannenstraße beginnen zu können - ein Projekt, das seit vielen Jahren aufgrund fehlender Gelder in der Schublade liegt und erst jüngst vom Planer aktualisiert wurde.

Ist dieses Projekt in die Tat umgesetzt, wird die Stadt über vier moderne Sporthallen und ein Stadion verfügen. Sportzentrum und Turnhalle Lämmergasse sind realtiv modern. Seit vergangenem Jahr wird die Sporthalle der Sekundarschule komplett saniert.